Mit einem Spektakel und einem 192:182 West-Sieg ging das All-Star Weekend am Sonntag in New Orleans zu Ende. Mit 52 Punkten stellte der Lokalheld Anthony Davis nach 55 Jahren einen neuen Weltrekord auf und stellte Wilt Chamberlain um 10 Zähler in den Schatten.

Wie bei einem ASG üblich, wurde eine Defense so gut wie gar nicht gespielt. Zum Finale des All Star Weekends sorgten somit die Punktelieferanten für die Show. In diesem Jahr auch nicht zu knapp. Bereits nach dem ersten Viertel stand es 53:48 und neben Davis wollte der zweimalige All Star MVP Russell Westbroock weider die begehrte Trophäe in den Händen halten.

Dunks und Dreier dominierten die Begegnung, dessen Ergebnis nichts weiter als Prestige war. Drei Tage an denen sich die Creme de la Creme der NBA feiern lies, wurde geklotzt und nicht gekleckert. Stetig stieg das Resultat und Davis wurde von den heimischen Fans lautstark zum MVP gepusht. Auch wenn Davis am Ende noch den ein oder anderen Alley-Oop vergab, konnte Westbrook einpacken. Der MVP-Titel war deutlich vergeben.

Slam Dunk Contest das Highlight am Samstag

Einen Tag vor dem All Star Game fanden die Skills-Challenge, der Dreier-Wettbewerb und der Sam-Dunk Contest statt.

Patrick Dirksmeier

In den Vorjahren dominierten im ersten Contest die Guards. Bei der Skills-Challenge im letzten Jahr konnte aber mit T-Wolves Center Karl-Anthony Towns erstmalig ein „Big-Man“ den Titel holen. Auch 2017 konnte mit Kristaps Porzingis von den New York Knicks ein Center seine Skills am besten unter Beweis stellen.

Eine Neuerung gab es beim Dreier-Contest. Ein Rack mit jeweils fünf Bällen konnte als „Money-Rack vorher ausgewählt werden. Jeder Treffer von dieser Station ergab zwei Punkte. Während Vorjahressieger Klay Thompson früh die Segel streichen musste, legten Kyrie Irving (Cavaliers), Kemba Walker (Hornets) und Eric Gordon (Rockets) mächtig vor und duellierten sich in der „Championship-Round“. Nach einem Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Irving und Gordon musste der Champ dann in der Overtime ausgespielt werden. Hier hatte Eric Gordon mit 21 Punkte die Nase vorn. Kyrie Irving kam auf 18 Zähler.

Aaron Gordon (Magic), DeAndre Jordan (Clippers), Glenn Robinson III (Pacers) und Derrick Jones Jr. (Suns) waren die Teilnehmer des diesjährigen Slam-Dunk-Contests. Während beispielsweise bei Aaron Gordon in der Vorrunde sogar eine Drohne zum Einsatz kam, sorgte Robinsons Dunk im Finale für Aufsehen. Robinson lief von der rechten Seite an, schnappte sich den Spalding aus den Armen von George, ehe der beeindruckende Reverse Dunk gleich im ersten Versuch einschlug. Das war ein verdienter 50-Punkte-Abschluss und der Sieg.

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