Auf diese Nachrichten haben viele Fans gewartet. Vor allem nach dem Aus des Erstligisten Phoenix Hagen war die Frage nach der Lizenz ein heiß diskutiertes Thema. Nun, nach der Vergabe dieser Lizenz in der Pro A unter Auflagen werden sicherlich auch kritische Stimmen laut, aber Phoenix hat es selbst in der Hand, diese Chance zu nutzen oder erneut vor die Wand zu laufen. In der BBL muss nur Bremerhaven ein paar Hausaufgaben machen.


17 von 18 Clubs erhalten BBL-Lizenz ohne Auflagen

Bereits vor dem bilanziellen Abschluss der Saison 2016/2017 am 30. Juni dieses Jahres steht fest, dass die Klubs der easyCredit BBL mit 109,7 Mio. Euro (Stand 24. April) einen neuen Rekordumsatz erzielen werden – und damit diese wirtschaftliche Kennziffer im Vergleich zur Saison 2015/2016 um 5,4 Prozent verbessert haben. „Das sind sehr erfreuliche Zahlen“, wie es der Geschäftsführer der easyCredit BBL, Dr. Stefan Holz formulierte. In den vergangen fünf Spielzeiten stieg somit der Gesamtumsatz von 86,6 Mio. Euro (Saison 2012/2013) auf aktuell 109,7 Mio. Euro – dies entspricht einem Plus von insgesamt 26,7 Prozent.

Der Lizenzligaausschuss hatte heute in Köln die Anträge für die Saison 2017/2018 zu bewerten – darunter die Anträge der beiden sportlichen Zweitliga-Aufsteiger in die easyCredit BBL, Mitteldeutscher BC (Meister ProA) und Oettinger Rockets Gotha (Vizemeister ProA). Der Bewertung voraus gegangen waren intensive Prüfungen der Lizenzierungsunterlagen in den zurückliegenden Wochen durch den Gutachterausschuss (finanzielle Situation der Klubs) und der Liga selbst (formale Rahmenbedingungen und Nachwuchsarbeit).

Die Prüfung der aktuellen Lizenzierungsunterlagen erfolgte unter nochmals verschärften Bedingungen. „Die Klubs haben jedoch ihre Hausaufgaben gut erledigt, sehr präzise aufbereitete Unterlagen eingereicht und alle Rückfragen zeitnah und vollumfänglich beantwortet“, so Dr. Thomas Braumann, Vorsitzender des Lizenzligaausschusses. Dies spräche für die inzwischen erreichte Qualität des Lizenzierungsverfahrens. Im Ergebnis erhalten 17 Vereine die Lizenz ohne Auflage – eine noch nie dagewesene Zahl in der Liga-Geschichte. Lediglich den Eisbären Bremerhaven wurde die Lizenz mit einer Auflage erteilt – hierbei handelt es sich um die Erbringung von Nachweisen zu bestimmten Stichtagen.

Patrick Dirksmeier

Den Eisbären Bremerhaven steht gemäß § 11 der Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung (Einlegung der Berufung) eine Rechtsmittelfrist von drei Tagen zu. Der Berufung kann der Lizenzligaausschuss binnen 14 Tagen abhelfen. Wird der Berufung nicht abgeholfen, entscheidet das Schiedsgericht der easyCredit BBL endgültig.

Die Lizenzierungsanträge von vier weiteren Zweitligisten (Chemnitz 99ers, Crailsheim Merlins, RÖMERSTROM Gladiators Trier und RheinStars Köln), die ihre Unterlagen ebenfalls fristgerecht zum 18. April eingereicht hatten, spielten aufgrund der fehlenden sportlichen Qualifikation keine Rolle.

Quelle: easyCredit BBL


Hagen bekommt Chance auf Neuanfang in der Pro A

Nach den spannenden Finalspielen der ProA und ProB stehen wie gewohnt die Lizenzierungsentscheidungen an. Als sportliche Aufsteiger verlassen Meister MBC und die Oettinger Rockets die 2. Basketball-Bundesliga. Ein neues altes Gesicht – RASTA Vechta – kehrt in die ProA zurück und die in der easyCredit BBL insolvent gegangenen Hagener bekommen eine neue Chance.

Aus der ProB starten eine Spielklasse höher der Meister Weissenhorn sowie Vizemeister PS Karlsruhe. Zum jetzigen Zeitpunkt spielen in der kommenden ProB Saison die Regionalligisten: BBC Coburg, EN Baskets Schwelm und RW Cuxhaven.

Im Vergleich zu den Vorjahren wurden aufgrund der neu greifenden Standards für hauptamtliche Beschäftigungen mehr Auflagen und Bedingungen erteilt. Betroffene Bundesligisten haben bis zum 01.07.17 den Nachweis zu erbringen, dass die Anforderungen des Lizenzstatuts sowie der Spiel- und Veranstaltungsordnung diesbezüglich eingehalten werden.

ProA

Folgende Clubs erhalten eine ProA Lizenz ohne Auflagen: Baunach Young Pikes, BG Göttingen, Crailsheim Merlins, GIESSEN 46ers, Hamburg Towers, HEBEISEN WHITE WINGS Hanau, Mitteldeutscher BC, OeTTINGER Rockets, RASTA Vechta, Science City Jena, WALTER Tigers Tübingen, Weissenhorn Youngstars

Folgende Clubs erhalten eine ProA Lizenz mit Auflagen oder unter Bedingungen: Artland Dragons, Bayer Giants Leverkusen, Dresden Titans, ETB Wohnbau Baskets Essen, MLP Academics Heidelberg, NINERS Chemnitz, Nürnberg Falcons BC, Phoenix Hagen, PS Karlsruhe LIONS, RheinStars Köln, RÖMERSTROM Gladiators Trier, TEAM EHINGEN URSPRING, Uni Baskets Paderborn, VfL Kirchheim Knights

Folgende Clubs haben bislang keine sportliche Qualifikation für die ProA erworben: Artland Dragons, Bayer Giants Leverkusen, BG Göttingen, Dresden Titans, ETB Wohnbau Baskets Essen, GIESSEN 46ers, Science City Jena, WALTER Tigers Tübingen

Aus der easyCredit BBL steigen sportlich in die ProA ab: Phoenix Hagen, RASTA Vechta

Pro B

Folgende Clubs erhalten eine ProB Lizenz ohne Auflagen: Artland Dragons, Baskets Akademie Weser-Ems/OTB, Baunach Young Pikes, Bayer Giants Leverkusen, Dragons Rhöndorf, Dresden Titans, FC Bayern München 2, FC Schalke 04 Basketball, FRAPORT SKYLINERS Juniors, Itzehoe Eagles, MTV Herzöge Wolfenbüttel, Nürnberg Falcons BC, ROSTOCK SEAWOLVES, ScanPlus Baskets Elchingen, SC Rist Wedel, TEAM EHINGEN URSPRING, TG s.Oliver Würzburg, Weissenhorn Youngstars

Folgende Clubs erhalten eine ProB Lizenz mit Auflagen oder unter Bedingungen:
BBC Coburg, EN Baskets Schwelm, ETB Wohnbau Baskets Essen, Iserlohn Kangaroos, KIT SC Karlsruhe, Licher BasketBären, LOK Bernau, PS Karlsruhe LIONS, RSV Eintracht, RW Cuxhaven, SG Lützel-Post Koblenz, Uni Baskets Paderborn, VfL AstroStars Bochum, VfL Kirchheim Knights

Folgende Clubs haben keine sportliche Qualifikation für die ProB erworben:
Baunach Young Pikes, KIT SC Karlsruhe, Nürnberg Falcons BC, RSV Eintracht, SG Lützel-Post Koblenz, TEAM EHINGEN URSPRING, Uni Baskets Paderborn, VfL Kirchheim Knights

Keine Lizenz für die ProB erhalten: BG Karlrsruhe, wiha Panthers Schwenningen

Nach Eintritt der Rechtskraft können der ProB Absteiger – RSV Eintracht – bzw. der Zweitplatzierte der Regionalliga Südwest – KIT SC Karlsruhe – nachrücken.

Quelle: Zweite Basketball Bundesliga GmbH

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