Mathias Fischer übernimmt ab sofort das Traineramt bei den WALTER Tigers Tübingen. Damit kann der Basketball-Bundesligist neun Tage nach der Trennung des bisherigen Trainers Tyron McCoy einen Nachfolger für die verbleibenden 24 Begegnungen in der Saison 2017/2018 präsentieren. 24 Spiele, um den Klassenerhalt noch zu realisieren. Der 46-jährige Fischer erhält vorerst einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Spielzeit. Sollte der Klassenerhalt gelingen, verlängert sich der Kontrakt um eine weitere Spielzeit bis zum Ende der Spielzeit 2018/2019.

(c) Michael Scheuermann

Änderungen im Kader, oder nun auch auf der Position des Cheftrainers, bedeuten immer viel Arbeit für die handelnden Personen. So erlebte ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel in den letzten Tagen keine Minute ohne einen Gedanken und die Überlegung an einen neuen, im Gesamtpaket, richtigen Trainer. Dutzende Bewerbungen gingen in den letzten Wochen im E-Mail-Account des 46-Jährigen ein. Nach einer Vorsondierung, in welcher der Verwaltungsbeirat aktiv eingebunden wurde, können die Tübinger Raubkatzen mit Mathias Fischer nun einen Nachfolger präsentieren. „Hinter uns liegen ereignisreiche Tage. Mit Fischer haben wir einen erfahrenen Trainer verpflichten können, der die BBL kennt und auch einen guten Kontakt zu deutschen Spielern hat. Die gesamte Kommunikation war trotz der schwierigen Situation sehr positiv. Wir hoffen, dass wir zusammen die Negativserie stoppen und gemeinsam den Klassenerhalt erzielen können“, so Wintermantel.

Kein Unbekannter für ein Tübinger Trio

Der 46-Jährige stand bis zuletzt beim polnischen Erstligisten PGE Turow Zgorzelec unter Vertrag. In den letzten Tagen assistierte Fischer zudem Bundestrainer Henrik Rödl und seinem Team bei den Qualifikationsspielen für die nächste Basketball-Weltmeisterschaft 2019 in China. Erfahrungen mit weiteren deutschen Auswahlmannschaften konnte Fischer bereits zahlreich sammeln, im Sommer betreute der neue Tübinger Trainer die A2-Nationalmannschaft um Sid-Marlon Theis bei der Universiade im chinesischen Taipeh City. So ist für Theis der neue Übungsleiter kein unbeschriebenes Blatt: „Wir haben im Sommer viel und auch erfolgreich zusammengearbeitet. Ich freue mich, dass Fischer und der Verein sich über eine Verbindung verständigen konnten. Jetzt gilt es: Kopf hoch und volle Kraft voraus. Noch ist nichts verloren“, so der 24-Jährige über seinen neuen Vorgesetzten.

Fischer ist in der easyCredit Basketball Bundesliga kein Unbekannter. Bis vor zuletzt genau zwei Jahren war der einstige Spieler Trainer bei den Telekom Baskets Bonn, die der 46-Jährige zweimal in Serie als Tabellenvierter und einmal als Tabellenfünfter in die Playoffs führte. Auch hier gibt es Wissenswertes: Ryan Brooks spielte am Rhein zwei Jahre unter Fischer, Tigers-Kapitän Jared Jordan eine Saison sogar als Kapitän. Für den neuen Tübinger Übungsleiter sind Teile der Mannschaft somit nicht komplett fremd, was sich positiv auswirken sollte. „Die Freude ist groß in die easyCredit Basketball Bundesliga zurückkehren zu kehren. Ich möchte an einigen Stellschrauben etwas verändern, damit wir wieder Spiele gewinnen können. Dass ich mit Brooks, Jordan und Theis schon drei Spieler kenne, hat die Entscheidung natürlich auch vereinfacht“, so Fischer, der am Donnerstag zum Team in Bremerhaven stoßen wird.

„Wir stehen hinter den WALTER Tigers!“

Mit diesem Statement bekräftigt Mirko Merlo, Vorstandsvorsitzender der Walter AG, die Haltung des Unternehmens als Haupt- und Namenssponsor des Teams. „Wir sind nicht glücklich über bestimmte Weichenstellungen der Vergangenheit und schon gar nicht über die Bilanz der aktuellen Saison. Es sind momentan schwierige Zeiten für die WALTER Tigers Tübingen. Umso wichtiger ist es für Management und Mannschaft zu wissen, dass die Walter AG unterstützend bei ihnen ist.“ Über diese Rückendeckung freut sich auch Wintermantel, speziell nach diesen turbulenten Tagen und Wochen. „Wir danken der Walter AG für die Unterstützung in dieser schwierigen Situation.“

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