Die EWE Baskets Oldenburg haben reagiert und der Suspendierung Byron Allens nun die Vertragsauflösung folgen lassen. Bereits in Krasnoyarsk wird der Shooting Guard nicht mehr im Aufgebot der Oldenburger stehen. Die BG Göttingen hat sich noch einmal verstärkt und Malik Müller aus Bamberg verpflichtet. Dafür musste Nicolai Simon seinen Platz bei den Veilchen räumen.

Die EWE Baskets Oldenburg und Bryon Allen haben den Vertrag aufgelöst. Dies geschah in beiderseitigem Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung. Somit wird Allen bereits mit Blick auf das Auswärtsspiel in Krasnoyarsk am morgigen Mittwoch nicht mehr Teil der Mannschaft sein.

„Mir ist es sehr wichtig zu betonen, dass wir freundschaftlich und ohne Groll auseinandergehen. Bryon ist ein guter Typ und hat sich stets professionell verhalten“, sagt Srdjan Klaric, sportlicher Leiter der EWE Baskets. „Es ist einfach nur so, dass hier zwei unterschiedliche Basketball-Philosophien aufeinandergetroffen sind, die so auf Dauer nicht zusammen funktionieren werden. Wir sehen das so. Bryon sieht das auch so.“

Allen kam in der Sommerpause vom tschechischen Spitzen-Club CEZ Nymburk und hat in Oldenburg sehr schnell unter Beweis gestellt, dass er für spektakulären Basketball steht. Der Shooting Guard stand in dieser Saison in 18 Spielen für Oldenburg auf dem Parkett. In der easyCredit BBL brachte es der 25-jährige Amerikaner im Schnitt auf 16,3 Punkte, 4,2 Assists und 4,6 Rebounds. In der Basketball Champions League waren es 17,4 Punkte, 2,6 Assists und 3,4 Rebounds pro Spiel.

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„Bryon ist ein herausragender Athlet mit viel Potenzial. Aber im Profi-Sport ist es nicht viel anders als im richtigen Leben: Wenn man feststellt, dass es nicht passt, dann ist es besser, wenn man ehrlich zueinander ist und einen Schlussstrich zieht“, sagt Head Coach Mladen Drijencic.

„Es ist schade, dass es so gekommen ist. Aber: Für uns steht der Erfolg des Clubs über allem“, so Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets. „Wir wünschen Bryon alles Gute auf seinem weiteren Weg.“

Quelle: EWE Baskets Oldenburg

Malik Müller wechselt aus Bamberg zu den Veilchen

Die BG Göttingen rüstet noch einmal nach. Der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen hat sich die Dienste von Malik Müller gesichert. Der 23-jährige deutsche Guard wechselt von Liga-Konkurrent Brose Bamberg in die Universitätsstadt und erhält einen Vertrag bis Saisonende. „Wir brauchten einen weiteren Guard, der uns mit seiner Einsatzzeit helfen kann, Spiele zu gewinnen“, sagt BG-Headcoach Johan Roijakkers. „Wir glauben, dass wir in Malik einen talentierten Guard gefunden haben, der uns das geben kann und aufgrund seiner Physis mehrere Positionen spielen kann.“

Der in Frankfurt am Main geborene Müller wechselte im Alter von 13 Jahren auf das Internat der Urspringschule in Schelklingen. Dort holte er mit dem Team Urspring drei NBBL-Meisterschaften (2010, 2011, 2013) und entschied sich nach seinem Schulabschluss im Sommer 2013 für ein Studium an der Virginia Polytechnic Institute and State University (USA). Aufgrund von NCAA-Regularien musste Müller eine Saison pausieren und konnte erst in der Spielzeit 2014/15 für die Virginia Tech Hokies auflaufen.

Nach einer College-Saison kehrte der 1,90 Meter große Guard 2015 nach Deutschland zurück und unterschrieb einen Vertrag bei Brose Bamberg. Zugleich ging Müller für den Bamberger Kooperationspartner Baunach Young Pikes in der Pro A auf Korbjagd. In der vergangenen Spielzeit stand der Basketball-Profi für den Zweitligisten im Schnitt rund 29 Minuten auf dem Parkett, in denen er 11,8 Punkte erzielte, 3,1 Rebounds holte und 2,1 Assists gab. In dieser Saison gehörte der Veilchen-Neuzugang ausschließlich zum Erstliga-Kader der Franken und kam sechsmal in der easyCredit BBL zum Einsatz (durchschnittlich 8:34 Minuten pro Partie).

Müllers Verpflichtung bedeutet gleichzeitig, dass Nicolai Simon nicht mehr zum Veilchen-Kader gehören wird. „Wir bedanken uns bei Nico für seinen Einsatz“, sagt Roijakkers. „Nico hat sich immer sehr professionell verhalten und hat alles getan, um dem Team zu helfen.“

Quelle: BG Göttingen

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