John Bryant dominiert das Spiel bei seiner Rückkehr nach Ulm und holt sich mit Giessen den Sieg. In Bonn verdarben die Ludwigsburger den Rheinländern ihr Karnevalsfest.

Telekom Baskets Bonn vs. MHP Riesen Ludwigsburg 105:109 ()
(c) Hans Walter Tschirley

Die Party war auf den Rängen schon voll im Gange, als der Spielball noch ruhte. Doch dann tanzten die Bonner Jecken – verkleidet in pink-weiß-gestreift – Ludwigsburg aus: Furios ging’s mit 6:0 ins Karnevalsspiel.

Dank einigen Ballgewinnen zog Ludwigsburg in der 17. Minute auf 39:32 davon, bevor Bonn wieder aufholte. Vor allem Justin Sears grub die Bonner Zone um: 15 Zähler sowie fünf Rebounds nur in den ersten beiden Vierteln für ihn. Halbzeitstand 49:49.

Im Schlussviertel legte Ludwigsburg noch mal Kohlen nach und war von 75:70 gut zwei Minuten später auf 86:75 in Front. Das jeckische Getöse aus den Zuschauerrängen wurde wieder laut, als Bonns Tomislav Zubcic heiß lief: Der netzte nach Foul beim Dreierversuch alle drei Freiwürfe ein, im nächsten Angriff den Weitwurf zum 81:86 (33. Minute)! Und auch T.J. DiLeo traf aus atemberaubender Distanz, bevor Zubcic erneut vom anderen Rheinufer einstreute: 87:89 – Bonn dran auf zwei!

Patrick Dirksmeier

Doch mental stark hatten die Schwaben auf jeden noch so wilden Dreier der Jecken die passende Antwort.  Peter-McNeilly erledigte Bonn mit den eigenen Waffen, netzte seinerseits drei entscheidende Dreier in den Schlussminuten ein und brach Bonns Karnevalsserie.

ratiopharm Ulm vs. Giessen 46ers 90:95 ()

Was für eine Rückkehr von John Bryant: 13 Punkte und fünf Rebounds legte der einstige Ulmer gegen sein altes Team im ersten Viertel auf. Damit führte der Center sein Team zur 29:21-Viertelführung. Dank eines 16:0-Laufs schnappten sich die Gießener das Momentum.

Auf der Gegenseite fanden anschließend Trey Lewis und Da’Sean Butler (zusammen 25 PTS zur Halbzeit) ihren Rhythmus, doch auch das Ulmer US-Duo konnte den 38:55-Rückstand zur Pause nicht verhindern. Schon da hatte Bryant (17 PTS, 10 REB) das Double-Double perfekt gemacht.

Bryants Gegenüber Isaac Fotu drehte nach der Pause auf: Dank seiner zehn Punkte in den ersten 189 Sekunden des dritten Viertels verkürzten die Ulmer auf 50:58. Wenig später krönte David Krärmer den 11:3-Lauf per Poster-Dunk. Doch näher als drei Zähler kamen die Gastgeber nicht heran.

Denn Bryant dominierte an alte Wirkungsstätte weiter. Nach einem Vier-Punkte-Spiel hatte er bereits nach 32 Minuten 31 Zähler gesammelt. Doch Ryan Thompson zog drei Minuten vor Schluss das fünfte Foul von Bryant – die Ulmer waren auf 84:88 dran.

Doch dann folgten zwei erfolgreiche Angriffe Gießens hintereinander, das 84:92 durch Benni Lischka bei zwei Minuten zu spielen sollte die Gäste schließlich auf die Siegerstraße bringen.

Quelle: easyCredit BBL

Die weiteren Samstags-Ergebnisse:

EWE Baskets Oldenburg vs. Oettinger Rockets Erfurt 88:68
medi Bayreuth vs. Walter Tigers Tübingen 85:71
Science City Jena vs. ALBA Berlin 89:99

 

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