Großartiger Erfolg für die DBB-Korbjäger in der WM-Qualifikation: Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl setzte sich heute im dritten World Cup Qualifier auf dem Weg nach China 2019 gegen Serbien durch. 79:74 (20:26, 20:15, 17:18, 22:15) hieß es am Ende der sehenswerten Partie, die 5.002 Zuschauer in der ausverkauften Fraport Arena in Frankfurt a.M. waren begeistert. Erfolgreichster deutscher Werfer war Robin Benzing mit 17 Punkten. Am kommenden Sonntag, 25. Februar 2018, treten die DBB-Herren in Georgien an (ab 15.45 Uhr live und kostenfrei bei Telekom Sport).

(c) Sebastian Sendlak

Ismet Akpinar, Karsten Tadda, Robin Benzing, Danilo Barthel und Maik Zirbes bildeten die deutsche Startformation. In den ersten Minuten zeigten sich die Gäste auch in Bedrängnis äußerst treffsicher und legten zum 4:10 vor (3.). Die DBB-Auswahl war noch nicht im Spiel angekommen und fand zunächst kein Mittel gegen den bulligen Center des Gegners, Miroslav Raduljica. Deutschland agierte offensiv fast ausschließlich über Benzing und beim 6:14 nahm Rödl die erste Auszeit (5.). Der Dreier von Andreas Obst bedeutete das 9:17 (6.) und Barthel tankte sich mit seinem „signature move“ durch. Es entwickelte sich ein toller Schlagabtausch, Niels Giffey netzte in seinem 50. Länderspiel einen Dreier zum 16:20 (8.), Auszeit Serbien. Das Ende des ersten Spielabschnitts sah einen starken Andreas Seiferth (Foto unten), aber die Serben lagen nach zehn Minuten weiter vorne (20:26).

Seiferth agierte weiter so, als sei er nie weg gewesen, und Isaiah Hartenstein (Foto oben) tipte zum 24:26 ein und besorgte den Ausgleich per Dunking. Die Arena stand Kopf, als Akpinar per Dreier die erste deutsche Führung verantwortete und hinten einen Steal holte (29:28, 14.). Viel variabler trat das DBB-Team offensiv nun auf, aber Serbien ließ keinen Deut nach (31:33, 15.). Kapitän Benzing ging per Dreier voran, die Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen. Mutig ging es für die Deutschen unter den gegnerischen Korb (36:33, zwei Freiwürfe Joshiko Saibou), dann kam mit Lokalmatador Isaac Bonga der bisher jüngste deutsche Nationalspieler zu seinem ersten Einsatz (18 Jahre, drei Monate). Wieder ließ es Benzing von weit draußen „regnen“ (39:37, 19.), beim Stand von 40:41 ging es in die Kabinen.

Die Begegnung blieb auch nach dem Seitenwechsel extrem umkämpft mit gleich mehreren Führungswechseln. Jeder Korb musste sich hart erarbeitet werden (44:43, 23.). Die Gangart wurde rauher, beide Teams schenkten sich nichts. Zirbes´ wuchtiger Dunking markierte das 48:47, wurde aber direkt von einem serbischen Distanztreffer gekontert. Benzing war wieder zur Stelle und Giffey traf zum 54:50 (28.). Nach mehreren „no calls“ auf deutscher Seite traf Hartenstein per Floater zum 57:54, nach drei Vierteln hieß es aber 57:59 aus deutscher Sicht.

Patrick Dirksmeier

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Unter großem Jubel glich Saibou per Dreier zum 62:62 aus (33.) und legte an der Freiwurflinie nach: 64:62. Auch Doreth traf von „downtown“, das 67:62 bedeutete den höchsten deutschen Vorsprung (34.). Spannungsmäßig war das Spiel nicht mehr zu toppen, auf beiden Seiten wurde mit purer Energie zu Werke gegangen. Giffey tankte sich mit Foul zum 69:65 durch und versenkte auch den Bonusfreiwurf (35.). Mit Ablauf der Uhr machte Zirbes das 72:65, die Serben zeigten kurzzeitig Nerven. Auch zwei Minuten vor dem Ende lag Deutschland vorne, aber es stand auf des Messers Schneide: 74:71. 1´35 waren noch auf der Uhr, als Serbien beim Stand von 75:71 für Deutschland eine Auszeit nahm. Es wurder dramatisch (75:72, 1´09), 44 Sekunden vor dem Ende kamen die Serben wieder an die Freiwurflinie: zwei Fehlwürfe! Akpinar wurde an die Linie geschickt (´38): 77:72. Nach einem weiteren Fehlwurf der Serben machte Benzing an der Freiwurflinie alles klar: 79:72, ´18.

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