ALBA Berlin hat das Spitzenspiel der easyCredit Basketball Bundesliga gewonnen. Der Tabellenzweite siegte beim FC Bayern Basketball und verkürzte den Abstand auf die Tabellenspitze. Die BG Göttingen düpierte derweil Brose Bamberg und machte einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Fraport Skyliners und die Eisbären Bremerhaven feierten ebenfalls Erfolgserlebnisse.

BG Göttingen vs. Brose Bamberg 105:98 (54:44)

Mit zwei Läufen ging’s direkt los: Bamberg zog auf 5:0 davon, dann antwortete Göttingen mit sieben Zählern in Folge. Und die Veilchen legten weiter nach, erhöhten auf 27:20 zum Viertelende, zur Halbzeit sogar auf 54:44.

Mit einem 8:0-Lauf startete dann Bamberg schwungvoll in den zweiten Durchgang und war nach Dreier vom blendend aufgelegten Dorell Wright (26 PTS, 6/8 3PT) in der 22. Minute auf 52:54 dran. Doch Göttingens Darius Carter war in dieser Phase kaum zu bremsen, erhöhte wieder durch Punkte am Brett auf 63:55 (24. Minute). Und immer wieder schlug auch Brion Rush zu: sechs von sechs Dreiern zimmerte der US-Amerikaner allein in den ersten 30 Minuten in den Ring! Bamberg gelang die Wende nicht. Zum Viertelende lagen die Franken noch mit acht Zählern zurück (73:81, 30. Minute).

Schon alles gelaufen? Plötzlich flogen die Dreier nur so durch die Halle: erst verkürzte Nationalspieler Lucca Staiger (115 Länderspiele) zum 80:83 (35. Minute), dann kam prompt die Antwort von William Buford (88:82, 36. Minute)! Göttingen hatte in der Schlussphase vor frenetischen Fans nicht nur den volleren Tank, sondern immer die richtige Antwort parat. Als Jordan Loveridge 50 Sekunden vor Schluss nach Offensivrebound den Ball in den Korb legte, war schon beim 100. Punkt der Sieg eingetütet.

FC Bayern München vs. ALBA Berlin 72:91 (39:34)
Patrick Dirksmeier

Dass ALBA Berlin acht Tage Vorbereitungszeit hatte, während die Bayern noch vor 48 Stunden spielten, war zu Beginn nicht anzumerken: Mit einem 20:8-Lauf startete der Tabellenführer energisch, 26:13 stand es zur ersten Pause. Das Blatt sollte sich im zweiten Viertel, auch durch Tim Schneider (acht Punkte zu dem Zeitpunkt) wenden: Berlin setzte einen eigenen 15:6-Lauf, spielte sich durch zwei Dreier von Marius Grigonis auf 26:32 ran und verkürzte den Rückstand zur Pause auf fünf Punkte (39:34).

Die Berliner leckten Blut: Nach der Pause schalteten die Hauptstädter einen Gang höher, streckten die Bayern-Defensive mit den gewohnt zuverlässigen Dreiern und nutzten die Freiräume für Penetration zum Korb. Insbesondere Luke Sikma traf zu dieser Phase gute Entscheidungen und sorgte nach 26 Minuten per Dreier für die erstmalige Führung (48:47). Wenige Sekunden später kam es bei einem Korbleger von Joshiko Saibou zu einer Konfrontation mit Reggie Redding, bei der sich Devin Booker von der Bank einmischte. Alle drei Spieler wurden mit disqualifizierenden Fouls der Halle verwiesen. Das vorläufige Chaos wusste Berlin zu nutzen und erspielte einen 63:56-Vorsprung.

Im Schlussviertel spielten sich die Albatrosse, auch dem personellen Aderlass der Bayern geschuldet, in einen Rausch und nutzten jeden Angriff, und zwar wortwörtlich: Peyton Siva nahm mit ablaufender Spieluhr einen Dreier, welchen Vladimir Lucic mit einem unsportlichen Foul quittierte.

Quelle: easyCredit Basketball Bundesliga

Die weiteren Ergebnisse vom Wochenende:

Walter Tigers Tübingen vs. Giessen 46ers 83:106
medi Bayreuth vs. EWE Baskets Oldenburg 98:102
s.Oliver Würzburg vs. ratiopharm Ulm 74:91
Oettinger Rockets Erfurt vs. Mitteldeutscher BC 70:74
MHP Riesen Ludwigsburg vs. Science City Jena 91:62
Eisbären Bremerhaven vs. Basketball Löwen Braunschweig 72:65
Telekom Baskets Bonn vs. Fraport Skyliners 75:79

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