Ein überragender Auftakt in die Finalserie der easyCredit BBL: Erst in der Verlängerung gewann ALBA Berlin die erste Partie beim FC Bayern München mit 106:95 (46:38, 87:87) – ein Spiel, das alles hatte: Intensität, Spannung und hochklassigen Basketball.

FC Bayern München vs. ALBA Berlin 95:106 (38:46; 87:87)

Berlin ging selbstbewusst in das Spiel und wirkte von Anfang an bereit: Drei Dreier netzten die Albatrosse in den ersten zwei Minuten ein, zwangen FCB-Trainer Dejan Radonjic zu einer schnellen Auszeit (2:9, 3.). Die zeigte Wirkung, denn die Münchener kamen in der Folge in der Partie an: Stefan Jovic konnte wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels die erste Bayern-Führung erzielen (21:20, 10.). Immer wieder ließen beide Teams durchblicken, dass sie mit viel Emotionen unterwegs waren: die Partie wurde intensiver und kleine Nickeligkeiten ausgetauscht. Auch, weil die Münchener von der Freiwurflinie schwächelten, gingen die Berliner mit einer souveränen 46:38-Führung in die Halbzeitpause.

Und nach der Pause zogen sie das Tempo noch einmal an: Angeführt vom starken Marius Grigonis drückten sie den Vorsprung erstmals kurzzeitig in den zweistelligen Bereich (62:51, 26.). Doch mit einem 11:0-Run, gekrönt von einem Dreier des wieder genesenen Vladimir Lucic, glichen die Bayern das Spiel wieder aus (62:62, 30.), gingen nur mit einem knappen Rückstand beim 62:64 aus Münchener Sicht ins Schlussviertel. Und Bayern drückte nun aufs Tempo: Der Ex-Berliner Nihad Djedovic gab mit einem Dreier in letzter Sekunde seinen Münchenern einen 75:70-Vorsprung (34.) – die höchste Bayern-Führung bis dahin. Doch Grigonis glich binnen einer Minute im Alleingang wieder aus, 2:13 vor dem Schluss brachte Spencer Butterfield die Albatrosse wieder mit 83:81 in Führung. Mit 87:87 ging es in die letzten 30 Sekunden. Danilo Barthel klaute Peyton Siva beim Drive den Ball, doch der letzte Wurf von Lucic ging nicht in den Korb – Verlängerung!

Und in dieser waren es die Berliner, die etwas mehr im Tank hatten: Ohne ihren Topscorer Grigonis, der in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit sein fünftes Foul kassiert hatte, drehten sie in der Offense noch einmal auf: Ein Dreier von MVP Luke Sikma zum 101:93 war 67 Sekunden vor Schluss die Vorentscheidung. Nun gehen die Albatrosse mit viel Rückenwind in das erste Finalspiel vor eigenem Publikum.

Patrick Dirksmeier

Quelle: easyCredit Basketball Bundesliga

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