Am zehnten Spieltag in der Basketball Bundesliga konnte Vechta in Giessen einen direkten Rivalen im Kampf um eine Playoff-Position besiegen. Einen Überraschungserfolg landeten zudem die Basketball Löwen Braunschweig gegen Ludwigsburg, die sich sogar aus dem Playoff-Rennen vorerst verabschieden mussten.

Basketball Löwen Braunschweig vs. MHP Riesen Ludwigsburg 100:99 ()

Die Basketball Löwen Braunschweig fahren durch einen 100:99-Sieg nach Verlängerung gegen die MHP Riesen Ludwigsburg ihren dritten Heimerfolg in Serie ein. DeAndre Lansdowne und Scott Eatherton retten die Niedersachsen in die Extrazeit.

Die Big Men dominierten die erste Halbzeit: Auf Braunschweiger Seite legten Christian Sengfelder und Scott Eatherton bei einem 20:8-Start jeweils sechs Zähler auf; Eatherton kratzte zur Halbzeit am Double-Double (11 PTS, 9 REB). Bei Ludwigsburg präsentierte sich Adam Waleskowski (15 PTS, 3/3 3P) bis zur Pause stark; ein 42:42-Unentschieden war folgerichtig.

Im Lauf des dritten Durchgangs übernahmen die Gäste die Kontrolle über die Partie, behaupteten eine knappe Führung und lagen fünf Minuten vor Ende des vierten Viertels mit neun Zählern vorne. In der Schlussminute lief Braunschweigs DeAndre Lansdowne heiß: Mit zwei Dreiern brachte er sein Team jeweils auf einen Zähler heran, anschließend klaute er beim Stand von 86:87 Ludwigsburg den Ball. Scott Eatherton wurde beim Offensiv-Reboudn gefoult, netzte aber nur einen Freiwurf ein – rettete sein Team aber so in die Verlängerung.

Patrick Dirksmeier

Dort glich Ludwigsburgs Nationalspieler Karim Jallow bei 46 Sekunden auf der Uhr per Dreier zum 97:97 aus, mit einer 100:97-Führung Braunschweigs ging es in die Schlusssekunden. Kelan Martin traf für Ludwigsburg – jedoch mit den Zehenspitzen auf der Dreierlinie. In den letzten zwei Sekunden gelang es den Gästen nicht mehr, Braunschweig an die Linie zu schicken.

Giessen 46ers vs. Rasta Vechta 83:84 (40:40)

Ausverkauftes Haus und ein Spitzenspiel in der Sporthalle Ost – so sieht die Ausgangslage vor dem Duell der Gießen 46ers und Rasta Vechta aus. Am Ende bleibt es sogar spannend bis in die letzte Sekunde, doch wer es mit den Gießenern hält hat keinen Grund zu feiern: Der Aufsteiger siegt 84:83 (40:40).

Bei Rasta Vechta stand mit Tyrone Nash ein Mann in der ersten Fünf, dessen Verpflichtung die Niedersachsen – clever, clever! – bis dato geheim gehalten hatten. Angeführt vom Ex-Braunschweiger und -Tübinger gaben die Vechtaer ordentlich Gas und lagen nach fünf Minuten mit 14:4 vorne. Auch, wenn Gießen – insbesondere David Bell – dann aufwachte, stand für die 46ers ein 15:23-Rückstand nach dem ersten Viertel zu Buche. Langsam kämpften sich die Gießener dann wieder ran und konnten kurz vor der Pause durch Larry Gordon den 40:40-Ausgleich erzielen.

Kurz nach dem Seitenwechsel dann besorgte Brandon Thomas die erste 46ers-Führung (42:40, 22.), bevor ein wichtiger Faktor für das Gießener Spiel zum Tragen kam: Denn John Bryant war lange ohne Punkt, trug sich erst mit den zwei Freiwürfen zum 48:49 (25.) in die Scorerliste ein. Nach 30 Spielminuten hatte der Center neun Zähler auf dem Konto, Vechta allerdings eine knappe 62:60-Führung. Das Spiel steuerte nun unaufhaltsam auf den Höhepunkt zu: Erst markierte Bell aus der Halbdistanz das 83:82 für Gießen, dann traf Josh Young auf der anderen Seite zum 84:83 für Vechta. Als Bell kurz vor Schluss einen Dreier verwarf, holte Bryant zwar den Offensivrebound, doch Thomas konnte gegen starke Vechtaer Verteidigung den Dreier nicht treffen.

Quelle: easyCredit Basketball Bundesliga

Die weiteren Ergebnisse:

ALBA Berlin vs. Fraport Skyliners 87:74
ratiopharm Ulm vs. BG Göttingen 86:74
medi Bayreuth vs. Mitteldeutscher BC 95:92
Crailsheim Merlins vs. Brose Bamberg 77:93
Eisbären Bremerhaven vs. s.Oliver Würzburg 85:87
Telekom Baskets Bonn vs. EWE Baskets Oldenburg 78:98
Science City Jena vs. FC Bayern München 66:82

 

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