Berlin gewinnt Revanche gegen München im Pokal und wirft somit den amtierenden Pokalsieger aus dem Wettbewerb. In den drei anderen Viertelfinal-Begegnungen setzten sich jeweils die Favoriten durch.

Fraport Skyliners vs. Basketball Löwen Braunschweig 80:70 (38:38)

Braunschweig erwischte den besseren Start, während Frankfurt Ballverlust um Ballverlust sammelte: 9:2 nach gut drei Minuten für Braunschweig, nach dem ersten Viertel 21:16. Dann drehte Frankfurt auf, holte sich dank Dreier von Brady Heslip und Zonenpunkte von Leon Kratzer die erste Führung: 24:23 (13. Minute)! Offenes Spiel, offener Halbzeitstand: beim 38:38 ging’s in die Kabine.

Wie von der Tarantel gestochen stürmte Frankfurt aus der Kabine, lag nach 28 Minuten erstmals zweistellig in Front (56:45). Braunschweig konnte nicht mehr merklich verkürzen, verlor das dritte Viertel mit acht Punkten. Und auch im Schlussviertel kamen die Löwen nicht mehr ran, auch weil sie am Ende der Partie 19 Ballverluste auf dem Konto hatten.

BG Göttingen vs. Brose Bamberg 64:83 (28:44)

Die ersten Punkte erzielte Göttingen, doch es sollte die einzige Führung der Veilchen bleiben. Denn Bamberg fing Feuer, ballerte sich schon nach gut sechs Minuten zur 20:7-Führung. Im zweiten Viertel hielt Göttingen dank wichtiger Zähler von Stephan Haukohl den Abstand. Zur Halbzeit (44:28) hatte Göttingen schließlich so viele Zähler auf dem Konto wie Bamberg allein im ersten Viertel (28:12).

Nach der Pause ließ Göttingen nicht locker, konnte aber nie das Momentum drehen. Bamberg hingegen verwaltete den Vorsprung aus dem ersten Viertel souverän, gewann das dritte Viertel mit einem und das vierte Viertel mit zwei Punkten.

Science City Jena vs. Telekom Baskets Bonn 86:89 (46:48)

Patrick Dirksmeier

Dass Jena den Achtelfinal-Sieg gegen Oldenburg nicht als Eintagsfliege verstanden haben wollte, zeigte Harmsens Team von Beginn an: Ankurbler Dru Joyce traf direkt den ersten Dreier der Partie und entfachte ein 19:10-Lauffeuer der Thüringer. Ein Buzzerbeater-Dreier der Gäste stellte auf 23:18 aus Heimsicht nach zehn Minuten.

Mitte des zweiten Viertels war es Martin Breunig, der per krachendem Dunk für die erste Führung der Gäste sorgte (40:39). Während die Gäste ihr Heil erfolgreich aus der Distanz suchten (16 von 28 Dreierversuchen fielen im Laufe der Partie), setzte Jena in der Zone auf geballte Erfahrung und Effizienz. Insbesondere Derrick Allen drehte die Uhr zurück und sorgte für Chaos in der Verteidigung der Bonner – trotzdem konnten Krunics Spieler dank des 30-Punkte-Viertels eine dünne Führung in die Pause retten (48:46).

Nach der Pause offenbarte sich dem Publikum ein offener Schlagabtausch: Keines der Teams konnte sich nennenswert absetzen. So ließ das knappe Viertel (21:19) beide Teams in eine spannende Schlussphase laufen: Martynas Mazeike brachte per Dreier die 84:81-Führung für die Hausherren, welche Josh Mayo mit einem eigenen Dreier beantwortete. Bojan Subotic schließlich stellte per Distanzwurf auf 89:86, der folgende Angriff und Ausgleichsversuch von Julius Jenkins endete an der Ringkante.

FC Bayern München vs. ALBA Berlin 70:78 (40:41)

Es gibt viel, was man mit 18 Jahren so macht: sein Abi, seinen Führerschein, Unsinn. Gut dreieinhalb Minuten vor dem Ende des Pokal-Viertelfinales zwischen Bayern München und ALBA BERLIN machte Jonas Mattisseck dagegen einen Dreier zum 72:70 – danach sollten die Berliner nicht mehr in Rückstand geraten.

Der Youngster war die Story des Spiels, denn kein Münchener konnte den Teenager stoppen: Schon im ersten Viertel sammelte der NBBL-MVP sechs Punkte, doch die Hausherren blieben mit 24:21 knapp vorn. Obwohl die Bayern im zweiten Viertel auf 13 Punkte von Petteri Koponen bauen konnten, lagen sie zur Pause zurück: Berlin führte 41:40.

Auch nach der Halbzeit blieb das Spiel eng, nicht einmal konnte eine Mannschaft im gesamten Spielverlauf einen zweistelligen Vorsprung erzielen. Stattdessen wechselte die Führung hin und her. Im Schlussviertel war es wieder ein Mattisseck-Dreier mit 5:35 Minuten auf der Uhr, der für das 66:65 aus Sicht der Berliner sorgte. Zwar sollten die Münchener noch einmal selbst in Führung gehen, doch einen Wurf hatte Jonas Mattisseck sich ja noch aufgehoben…

Quelle der Spielberichte: easyCredit Basketball Bundesliga

Halbfinals ausgelost

Im Anschluß an die Top-Begegnung loste Sportmoderator Frank Buschmann in München das Top4 aus. Am 20. Januar 2019 treffen im Halbfinale die Fraport Skyliners auf ALBA Berlin und Brose Bamberg auf die Telekom Baskets Bonn. Das Finale findet dann am 17. Februar statt.

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