Bamberg und Berlin stehen im BBL Pokal-Finale 2019. Während Berlin in Frankfurt einen deutlichen Sieg einfahren konnte, hatte es Bamberg vor heimischer Kulisse gegen Bonn schwer. Das Finale wird am 17. Februar in Bamberg stattfinden. Die Franken hatten das Losglück bei der Zuweisung des Heimrechts auf ihrer Seite.

Fraport Skyliners vs. ALBA Berlin 70:105 (29:57)

Es entwickelte sich schnell eine muntere Partie zwischen den beiden Klubs: Berlin, angeführt vom 17-Jährigen Franz Wagner, klaute den Frankfurtern, immer wieder Bälle im Spielaufbau, traf stark von außen und holte sich so eine 27:17-Führung nach den ersten zehn Minuten. Dann drehten die Albatrosse jedoch so richtig auf: Fast jeder Ballgewinn wurde in einen erfolgreichen Fastbreak umgewandelt, von außen traumwandlerisch sicher getroffen und im Rebound hatte zumeist ein Blauer das Nachsehen gegen einen Gelben – Berlin dominierte und ging völlig verdient mit einem deutlichen 57:29 in die Pause.

Bei 30 Zählern pendelte sich der Vorsprung nach dem Seitenwechsel ein. Die Frankfurter bemühten sich zwar nach Kräften, hatten der tiefen Berliner Besetzung jedoch kaum etwas entgegenzusetzen. Beim 84:51 vor dem Schlussviertel war die Vorentscheidung schon längst gefallen. ALBA ging jedoch auch im Schlussviertel nicht vom Gas und erlaubte keine Ergebniskosmetik mehr, sondern hielt die Hausherren auf Distanz und feierte am Ende gemeinsam mit den Fans im Block den Einzug ins zwölfte Pokalfinale der Vereinsgeschichte.

Brose Bamberg vs. Telekom Baskets Bonn 90:87 (46:50)

Bei den Bambergern kehrten die zuletzt angeschlagenen Patrick Heckmann und Augustine Rubit zurück in den Kader, doch nach dem 4:0 für die Gastgeber legten die Bonner erst einmal einen 12:0-Run auf das Parkett, die Grundlage für die 21:14-Führung nach dem ersten Viertel. Doch Bamberg startete auch ins zweite Viertel heiß, besorgte durch Tyrese Rice den 22:22-Ausgleich und zwang die Gäste vom Rhein zur Auszeit (13.). Die brachte was, kurz darauf markierten die Baskets binnen 14 Sekunden (!) sieben Zähler zum 32:22 (14.). Bonn hielt den Vorsprung nun knapp im zweistelligen Bereich, erst in der Schlussphase der ersten Hälfte verkürzten die Bamberger – nach spektakulärem behind-the-back-Pass von Rice netzte Taylor zum 46:50 ein.

Und die zweite Halbzeit startete gut für die Oberfranken, die mit fünf schnellen Punkten erstmals seit der Anfangsphase wieder die Führung übernahmen (51:50, 21.). Zwischenzeitlich lagen sie mit sieben Zählern vorn (72:65, 29.), doch beim 75:71 vor dem Schlussviertel war Bonn wieder herangerückt. Und sie sollten noch näher kommen: 27,2 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Yorman Polas Bartolo den Ball mit viel Kampf und Einsatzwillen in den Bamberger Korb kämpfte: 87:87 – der Ausgleich. Doch nun waren die Bamberger am Zug. Interimstrainer Federico Perego bestimmte bei seiner Heimpremiere Tyrese Rice zum entscheidenden Mann, und der Guard lieferte ab: Er traf zum 89:87. Doch nun waren die Bonner wieder am Zug: Auszeit, und Interimstrainer Chris O’Shea wollte mit sieben Sekunden Restspielzeit Martin Breunig auf den Ausgleich gehen lassen. Doch sein Layupversuch scheiterte am Ring, sodass Patrick Heckmann an der Freiwurflinie den Sieg und damit den Finaleinzug perfekt machen konnte.

Patrick Dirksmeier

Quelle: easyCredit Basketball Bundesliga

Die Ergebnisse aus den BBL-Partien vom Wochenende:

ratiopharm Ulm vs. Mitteldeutscher BC 105:94
EWE Baskets Oldenburg vs. Science City Jena 103:62
Rasta Vechta vs. MHP Riesen Ludwigsburg 112:92
Giessen 46ers vs. Basketball Löwen Braunschweig 99:97
Crailsheim Merlins vs. s.Oliver Würzburg 69:87

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