Im Duell der Tabellennachbarn landen die Telekom Baskets Bonn gegen Brose Bamberg mit 92:81 einen Statement-Sieg und spielen in Abwesenheit des erkrankten Kapitäns Josh Mayo teilweise berauschenden Basketball. Bamberg kassiert nach einer acht Spiele andauernden Siegesserie die zweite Niederlage in Folge.

Trotz jeweiliger Niederlagen im letzten Spiel drückten beide Teams von Anwurf weg auf die Tube. Symptomatisch: Stefan Bircevics autoritärer Dunk nach guten vier Minuten, der die Halle richtig zum Beben brachte. Dass Bamberg das erste Viertel 22:21 für sich entschied, war insbesondere Augustin Rubits Präsenz in der Offensive zu verdanken. Im zweiten Viertel machte dann Ricky Hickman mit zwei Dreiern in Serie auf sich aufmerksam, ehe James Webb III mit einem Dunk für ein weiteres Bonner Highlight sorgte. TJ DiLeo setzte mit einem Dreier zum 40:40 den Schlusspunkt einer temporeichen und unterhaltsamen ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Telekom Baskets, die zum ersten Mal in der Partie ein kleines Polster herausspielen konnten: acht Punkte Vorsprung waren es kurz vor Ende des dritten Viertels, als wieder Hickman einen Dreier versenkte und es mit 65:60 ins Schlussviertel ging.

Im letzten Abschnitt stellte Tyrese Rice per Stepback Dreier den Spielstand auf 70:70 bei etwa acht verbleibenden Minuten, ehe Bonn einen 6:0-Lauf startete. Die Führung wuchs im Laufe des Viertels auf zehn Punkte, insbesondere durch starkes Spiel von Charles Jackson (21 Punkte) und Distanzbomben von Stefan Bircevic (18 Punkte). Bircevic war es auch, der dem Spiel eine Minute vor dem Ende mit einem Dreier das Siegel verpasste.

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(c) Michael Scheuermann

Overtime-Wahnsinn in Frankfurt

Patrick Dirksmeier

Erst nach zweifacher Verlängerung setzt sich Titelfavorit München in Frankfurt mit 91:87 durch. Eine pomadige erste Halbzeit wird den Gästen fast zum Verhängnis, wären da nicht ein nervenstarker Nationalspieler. Eine Frankfurter Ikone wird zum tragischen Helden.

Energisch und spielfreudig vom Anwurf weg präsentierten sich die Fraport Skyliners und erwischten den FC Bayern auf dem falschen Fuß: 26:15 führten die Mainstädter zum Ende des ersten Viertels, immer wieder penetrierte der starke Garai Zeeb und eröffnete so Räume, die dann insbesondere Tyler Larson nutzte. (26:21)

Symptomatisch: Anfang des zweiten Viertels versuchte Braydon Hobbs einen besonders schönen Pass, die Frankfurter fingen das Spielgerät ab und punkteten im Schnellangriff. Auch in der Folge spielten die Hessen defensiv stark und offensiv präzise – Per Buzzerbeater erzielte Shawn Huff folgerichtig den 41:37-Halbzeitstand.

Nach der Pause blieb die Partie eng, bis Frankfurt nach 34 gespielten Minuten 69:56 führte, ehe Bayern eine Aufholjagd startete: Derrick Williams blockte, punktete und hauchte einer trägen Bayern-Mannschaft leben ein, Maodo Lo war es dann, der Sekunden vor Schluss einen Dreier gegen WoBo versenkte zum 74:74 – Overtime.

In der ersten Overtime taten sich beide Teams schwer, die Müdigkeit ließ Offensivaktionen erfolgslos versanden. 80:78 führten die Bayern mit einer Sekunde auf der Uhr: Akeem Vargas wurde beim Jumper gefoult und versenkte nervenstark beide Strafwürfe – nächste Overtime!

Bis zu dem Zeitpunkt war die Partie durchaus wild, ihren Höhepunkt erreichte sie bei 88:87 für München: Der starke Maodo Lo verlegte einen Korbleger, beim Kampf um den Rebound mit Dangubic tippte Frankfurter Legende Tez Robertson dann den Ball in den eigenen Korb – Spiel Bayern.

Quelle: easyCredit Basketball Bundesliga

Die weiteren Ergebnisse:

s.Oliver Würzburg vs. Fraport Skyliners 72:63
Basketball Löwen Braunschweig vs. Giessen 46ers 105:101
Rasta Vechta vs. EWE Baskets Oldenburg 100:85
Mitteldeutscher BC vs. Science City Jena 109:92
medi Bayreuth vs. BG Göttingen 75:78
Crailsheim Merlins vs. ALBA Berlin 69:103
MHP Riesen Ludwigsburg vs. ratiopharm Ulm 92:98
s.Oliver Würzburg vs. Eisbären Bremerhaven 80:71

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