Die reguläre Saison ist beendet und nach dem Lizenz-Aus der Bremerhavener zeigten sich die Eisbären nach der Niederlage beim MBC auch sportlich als schlechte Verlierer.

Die Nerven im Norden liegen blank. Dennoch aber entschuldigt das nicht das Verhalten der Eisbären Bremerhaven, die nach der eigenen Niederlage beim Mitteldeutschen BC auf Wettbewerbsverzerrung pochten. Das war geschehen:

Zunächst war den Bremerhavenern die Lizenz für die kommende Spielzeit aufgrund der wirtschaftlichen Tragfähigkeit nicht zugeteilt worden. Bremerhaven kündigte relativ schnell einen Einspruch an, um einen letzten Strohhalm zu erhaschen. Der jedoch dürfte nun nach der Niederlage in Weißenfels eh unerreichbar zu sein, denn durch den sportlichen Abstieg ist die gesamte Diskussion hinfällig und Bremerhaven muss in der Pro A an den Start gehen.

Genau dieser sportliche Abstieg ist es aber, der den Verantworlichen arg in den Knochen zu liegen scheint, denn nicht nur die eigene Niederlage, sondern auch die Niederlage der Nachbarn aus Oldenburg bei den Crailsheim Merlins hat Folgen.

Oldenburg war bereits vor dem Spieltag für die Playoffs gesetzt und so spielten einige Jung-Baskets in Crailsheim auf, während der Liga MVP, Will Cummings, geschont wurde. Crailsheim gewann und die Eisbären hätten gewinnen müssen, was jedoch nicht geschah.

Patrick Dirksmeier

Unterm Strich lag es alleine bei den Bremerhavenern, die es in der eigenen Hand hatten, die Liga zu halten. Missmanagement und drei Trainer in einer Spielzeit sorgten jedoch für unkonstante Bedingungen und die deutlich sichtbare sportliche Talfahrt. Der Abstieg ist die Konsequenz aus einer desolaten Saisonleistung.

In einer Stellungnahme distanzierten sich nur einen Tag später die Oldenburger von den Vorwürfen.

Die Ergebnisse des letzten Spieltages:

Fraport Skyliners vs. Giessen 46ers 82:81
Science City Jena vs. BG Göttingen 92:93
Mitteldeutscher BC vs. Eisbären Bremerhaven 90:87 
ratiopharm Ulm vs. Rasta Vechta 98:94
Basketball Löwen Braunschweig vs. medi Bayreuth 100:85
MHP Riesen Ludwigsburg vs. ALBA Berlin 79:80
Telekom Baskets Bonn vs. FC Bayern München 102:98
Brose Bamberg vs. s.Oliver Würzburg 97:65
Merlins Crailsheim vs. EWE Baskets Oldenburg 99:87

Somit stehen folgende Playoff-Paarungen fest:

FC Bayern München vs. Basketball Löwen Braunschweig
Rasta Vechta vs. Brose Bamberg
EWE Baskets Oldenburg vs. Telekom Baskets Bonn
ALBA Berlin vs. ratiopharm Ulm

Bereits vor dem letzten Spieltag stand Jena als sportlicher Absteiger fest. Zusammen mit Bremerhaven muss das Team in der Pro A antreten. Wie mit den Nürnbergern verfahren wird, ist derzeit noch offen.

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