Die Spieler des FC Bayern München Basketball haben auch das zweite Finalspiel um die deutsche Meisterschaft bei Alba Berlin gewonnen.

Durch das 82:77 (45:46) vor 14.044 Zuschauern in der hitzigen Atmosphäre der Halle am Ostbahnhof führt der Titelverteidiger FC Bayern München Basketball mit 2:0 gegen Alba Berlin. Somit fehlt dem Meister nur noch ein Sieg in der Best-of-five-Serie zur Titelverteidigung. Spiel 3 findet am Sonntag ab 18 Uhr im Audi Dome statt.

Die Berliner erwischten wie im ersten Finale den besseren Start und führte mit elf Punkten, ehe der FCBB das Blatt wendete, selbst mit zwölf Zählern in Front ging und auch in der hektischen Schlussphase die Ruhe behielt. Bester Werfer war Center Devin Booker mit 16 Punkten. Die Punkteverteilung nach Vierteln: 15:25, 30:21, 18:13, 19:18.

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(c) Michael Scheuermann

Die Stimmen zum Spiel:

Patrick Dirksmeier

Dejan Radonjic, Cheftrainer FCBB: „Gratulation an meine Spieler zum Sieg. Berlin hat stark
angefangen, vor allem offensiv und mit harter Verteidigung. Ihre Dreier-Quote war in der ersten Hälfte bei 67 Prozent. Wir hatten Probleme in der Eins-gegen-eins-Verteidigung, beim Pick-and-Roll. Das war in der zweiten Halbzeit dann anders, wir haben da richtig gut verteidigt und klug in der Offense agiert. In den letzten Minuten ist es dann noch mal eng geworden, aber das sind die Playoffs, das sind die Finals. Wir wissen, dass Berlin am Sonntag noch einmal 100 Prozent geben wird, darauf müssen wir uns einstellen: Es gibt noch nichts zu feiern.“

Aíto, Chefcoach Alba Berlin: „Gratulation an die Bayern zum Sieg. Sie haben ein sehr gutes Spiel gezeigt. Ich bin stolz auf mein Team, denn es hat das Maximum gegeben und einen starken Einsatz geseigt. Darüber bin ich glücklich und das kann man nicht immer sagen nach einer Niederlage. Trotzdem hat Bayern gewonnen, das muss man anerkennen. Ich hoffe, dass wir im dritten Spiel noch einmal 100 Prozent bringen.“

1. Viertel
FCBB-Coach Radonjic startete mit Stefan Jovic, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Devin Booker ins zweite Finale. Die Gastgeber fanden wie in Spiel eins besser ins Spiel und konnten sich durch Punkte von Rokas Giedraitis und Landry Nnoko bis auf sieben Zähler absetzen. Die ersten Punkte des deutschen Meisters erzielte der Finals-MVP der Vorsaison, Danilo Barthel, mit einem ganz tiefen Dreier über das Brett (3:7/3. Spielminute.). Die Bayern fanden aber weiter nicht zu ihrem Spiel und hatten Probleme, Nnoko am eigenen Korb zu kontrollieren – zwangläufig ging Berlin zwischenzeitlich zweistellig in Führung (10:20/8.). Petteri Koponen verkürzte per Dreier, ehe Martin Hermannsson den 15:25-Zwischenstand aus Bayern-Sicht besorgte.

2. Viertel
Wesentlich konzentrierter und nun wurfstark begannen die Münchner den zweiten
Spielabschnitt. Derrick Williams und Djedovic eröffneten per Dreier – die Bayern wieder bis auf vier Punkte dran (21:25/12.). Mitte des zweiten Viertels begann die Show des Devin Booker: Mehrfach schnappte sich der Big Men des FCBB den Offensivrebound und wusste diesen sehenswert durch die Korbanlage zu stopfen. Zwölf Punkte allein im zweiten Viertel, dazu kamen vier Rebounds, zwei Assists und zwei Steals in der ersten Halbzeit, bei perfekter Quote aus dem Zweierbereich. Drei Minuten vor der Pause brachte Djedovic die Bayern erstmals in Führung (37:36/17.). Berlin wusste zu antworten, doch Dreier von Maodo Lo sorgten dafür, dass die Bayern ihre zwischenzeitliche Führung verteidigten (43:42/18.). Die Hausherren drehten vor dem Seitenwechsel dann noch mal das Resultat zu ihren Gunsten, doch die letzten Punkte gingen auf das Konto des FCBB: Williams bediente Booker im Fastbreak, der bei zwei verbleibenden Sekunden den 45:46-Halbzeitstand besorgte.

3. Viertel
Nach der Pause konnte Luke Sikma per Dreier die Führung der Albatrosse zunächst ausbauen, ehe die Münchner die Partie mit einem 12:3-Lauf erneut drehten (59:52/27.). Das Highlight: ein Alley-Oop Spielzug, der nun sehr wache Leon Radosevic auf Williams. Derrick Walton Jr.  beendete per Dreier das scoringarme Viertel, in dem insgesamt nur 31 Punkte fielen. 63:59 aus Sicht des FCBB vor dem Schlussabschnitt.

4. Viertel
Wie schon den zweiten Abschnitt eröffneten Djedovic und Williams das Viertel per Dreier und sorgten somit für die erste zweistellige Führung der Münchner. Radosevic konnte sie gar auf zwölf Punkte ausbauen (71:59/33.). Insgesamt gestalteten sich die finalen zehn Minuten hitzig und intensiv – die Bayern kamen so bereits nach nicht einmal drei Minuten in den Bonus. Auf Berliner Seite mussten Giedraitis und Sikma, bei den Bayern Barthel mit fünf persönlichen Fouls früh vom Feld. Nach einem weiteren Putback Dunk von Booker und einem Dreier aus der Ecke von Lucic schien die Entscheidung gefallen zu sein (72:78/39.), doch Alba schlug mit Korberfolgen von Niels Giffey und einem tiefen Dreier von Franz Wagner mit noch 14 Sekunden auf der Uhr zurück – und kam nochmal bis auf einen Punkt heran (78:77/40.). Die Berliner schickten Petteri Koponen an die Linie, der beide Freiwürfe sicher verwandelte (80:77/40.). Mit zwölf Sekunden auf der Uhr bekam Alba nochmal den Ball, doch Hermannssons Wurf geriert viel zu kurz. Lucic entschied die Partie endgültig an der Linie – die Bayern haben damit drei Matchballe.

Das Playoff-Finale gegen Alba Berlin (Stand: 2:0):

• Finale 3: Sonntag, 23. Juni, 18 Uhr (Audi Dome)
• Finale 4*: Dienstag, 25. Juni, 20.30 Uhr
• Finale 5*: Freitag, 28. Juni, 20.30 Uhr (Audi Dome)
*falls nötig

Quelle: FC Bayern Basketball

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