Die Zweitliga-Teams aus NRW konnten in der abgelaufenen Basketballsaison auftrumpfen.

Während in der Basketball Bundesliga die Telekom Baskets Bonn deutlich die Qualifikation für die Playoffs verpassten, zeigten sich die Bayer Giants Leverkusen und die VfL SparkassenStars Bochum in Aufstiegslaune. Ebenfalls eine gute Saison zeigten die EN Baskets Schwelm, die sich erst im Halbfinale der Pro B gegen Itzehoe vom Aufstieg in die Pro A verabschieden mussten.

Pro A: Leverkusen Top – Hagen (auswärts) Flop

 

In der Pro A konnten sich in der Saison 2020/21 drei NRW-Teams beweisen. Mit der Verpflichtung von John Bryant bei den Uni Baskets Paderborn erhofften sich die Ostwestfalen eine Trendwende und natürlich einen Platz in den Playoffs. So wirklich konnte Bryant in Paderborn nicht einschlagen und der Wechsel des BBL-MVPs von 2012 und 2013 nach Gießen zerstörte jede Hoffnung auf die angestrebten Saisonziele.

 
Ebenfalls weit entfernt von den Saisonzielen war das Team von Phoenix Hagen. Ohne einen einzigen Auswärtssieg dümpelte das Team im unteren Tabellendrittel. Während die Volmestädter in der eigenen Halle eine durchaus gute Figur machten, konnte das offensichtlich vorhandene Potential selbst bei den schwächeren Teams nicht abgerufen werden. Die Forderung nach einem Umbruch seitens der Fans, die sich während der gesamten Saison zurückhielten, wurde nicht erhört.
 
Deutlich besser lief es bei den Bayer Giants Leverkusen. Das Team von Hansi Gnad zeigte sich in der Hauptrunde auf Augenhöhe mit den Favoriten aus Rostock, Heidelberg und Jena. Während jedoch die drei genannten Teams fest für einen Aufstieg planten, war am Rhein schnell klar, dass die Sponsoren den Aufstieg in die BBL nicht ermöglichen würden. Trotz dieser Erkenntnis schafften es die Giganten in die Playoffs und zeigten in der Gruppenphase eine überragende Leistung. Einzig die Niederlage in Jena sorgte für Spannung am letzten Spieltag. Die sportliche Qualifikation für die BBL war somit eingetütet. Im Finale jedoch war Heidelberg eine Nummer zu groß. Nach einer deutlichen Heim-Pleite rafften sich die Giants beim letzten Auftritt bei den MLP Academics noch einmal auf und verabschiedeten sich mit einem knappen Erfolg in die Sommerpause.
 

Pro B: Bochum erreicht Saisonziel – Stadt spielt mit

 
Sechs Teams aus NRW und fünf in den Playoffs. So lautete die positive Bilanz nach der Hauptrunde. Ausgerechnet die RheinStars Köln, die sich viel vorgenommen hatten, verpassten den Sprung in die Top8.
 
In den Playoffs sollte Corona für einige Pausen und Spielverlegungen sorgen, die schlussendlich ein Finalspiel unmöglich machten. Mit zwei Gruppenphasen und den Halbfinal-Spielen sollten die beiden Aufsteiger in die Pro A ermittelt werden. Der Favorit kam aus Bochum und zeigte vor Allem auf der technischen Seite eine grandiose Saisonleistung.
 
Während die Iserlohn Kangaroos und auch die ART Giants Düsseldorf bereits nach der ersten Gruppenphase die Segel streichen mussten, überraschten die EN Baskets Schwelm, die sich gegen Teams aus Dresden oder Gießen durchsetzen konnten, die nominell durchaus besser besetzt waren. Erst im Halbfinale musste sich das Team von Falk Möller im sechsten Anlauf gegen die Itzehoe Eagles geschlagen geben.
 
Der Kracher jedoch war die andere Halbfinal-Begegnung. Im NRW-Duell zwischen den VfL SparkassenStars Bochum und den WWU Baskets Münster trafen die beiden stärksten Teams ebenfalls zum sechsten Mal aufeinander. Technik kontra Kraft. Im Hinspiel am Berg Fidel konnten die Münsteraner noch auftrumpfen. Im Krimi in der Rundsporthalle in Bochum zeigten dann die Bochumer ihr Können und sicherten sich den Aufstieg,
 
Gerade was das Thema Aufstieg angeht, konnten bereits kurz nach der Entscheidung wichtige Details geklärt werden. So zeigt sich die Stadt Bochum spendabel und wird neben den beiden benötigten Standkörben auch für besseres Licht und eine neue Anzeigetafel sorgen.
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