Spieltag in der 2. BARMER Basketball Bundesliga Pro A. Hier haben die VfL SparkassenStars eine bittere Klatsche gegen die Artland Dragons kassiert. Auch Phoenix Hagen hat im Duell gegen die Nürnberg Falcons zu spät angefangen, Basketball zu spielen.

Am 15. Spieltag in der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA hat es eine deutliche und eine knappe Niederlage gegeben. 86:103 lautet das deutliche Ergebnis für die VfL SparkassenStars Bochum gegen die Artland Dragons. Phoenix Hagen ist es gegen die Nürnberg Falcons auch nicht besser ergangen. Dabei ist die 88:90-Niederlage für die Feuervögel unnötig gewesen.

VfL SparkassenStars Bochum gegen Artland Dragons: 86:103 (16:27; 29:25; 17:24; 24:27)

So hatten sich die VfL SparkassenStars Bochum den Start ins neue Jahr nicht vorgestellt. Eigentlich wollte die Mannschaft von Felix Banobre mit einem Heimsieg ins neue Jahr starten. Doch daraus ist nichts geworden. 86:103 ist das Endergebnis.

SparkassenStars treffen einfache Körbe nicht

Was in den ersten Minuten noch vielversprechend und eng ausgesehen hat, ist im Laufe des Duells eindeutig geworden. Zwar haben die Hausherren die ersten Punkte des ungleichen Duells erzielt, aber nach und haben sich die Gäste aus Quakenbrück die Führung erarbeitet.

Die einfachsten Körbe sind nicht gefallen, die Mannschaft hat den Anschein gemacht, dass sie sich vom Spiel der Dragons beeindrucken ließ. So sind keine Highlights gesetzt worden. Trotz eines starken zweiten Viertels haben die Artländer das Match dominiert.

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Artland Dragons haben Gameplan der Bochumer durchschaut

„Ein weiterer stolzer Moment für einen Coach, wenn das eigene Team den Matchplan über 40 Minuten umsetzt. Wir haben einem der besten Offensivteams der Liga dank unserer Defensive die Stirn geboten und aus diesen Situationen eigene Punkte kreiert“, so der Chef an der Bande bei den Dragons, Patrick Flomo.

Der Mannschaft sei es besonders dritten Viertel gelungen, wichtige Stopps zu holen und das Momentum nicht kippen zu lassen. „Außerdem haben wir exzellenten Teambasketball gezeigt und den Ball sehr gut laufen lassen“, sagt Flomo abschließend.

Steinert: „Werden das Spiel analysieren!“

Nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft ist hingegen Bochums Cheftrainer Felix Banobre. Er beschreibt das Spiel als „nachlässig“. „Jeder Spieler wusste wie er gegen uns agieren musste und das Team wusste es als Ganzes. Sie haben uns von Beginn an spielerisch geschlagen. Wir haben von Beginn an nachlässig agiert. Ich weiß nicht, ob es physische Ursachen hat oder nicht, aber wir waren nicht vorbereitet, dieses Spiel aufzunehmen“, so Banobre, „Das wird nicht noch einmal vorkommen.“

Entsprechen haben die Gäste in jeder Phase des Spiels Antworten auf das Agieren der Bochumer gefunden, „Wir werden das Spiel analysieren müssen“, sagt Geschäftsführer Tobias Steinert.

Punkte VfL SparkassenStars Bochum:

Drescher (22 PTS), Crockett (18 PTS), Garrison (16 PTS / 6 AST), Andre (8 PTS), Geske (7 PTS / 9 AST), Sams (5 PTS), Grof (5 PTS), Alte (5 PTS), Cem Emen

Punkte Artland Dragons:

Perry (19 PTS / 4 AST), Bradley (14 PTS / 3 AST), Christmas (17 PTS / 4 AST), Weitzel (12 PTS / 4 AST), Grüttner Bacoul (10 PTS / 3 AST), Zdravevski (16 PTS), Döding (1 AST), Aidenojie, Cymbal, Hundt (7 PTS / 4 AST), Möller, Ward (8 PTS / 2 AST)

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(C) Sebastian Sendlak/DeFodi Images

Phoenix Hagen gegen Nürnberg Falcons: 88:90 (20:29; 29:19; 17:2; 22:22)

Auch den Feuervögeln ist es in der Krollmann Arena nicht besser ergangen, als den Bochumer Nachbarn. Sie müssen sich ebenfalls mit 88:90 knapp gegen die Nürnberg Falcons geschlagen geben.

Hagen verliert bereits nach wenigen Minuten das Spiel

Hier jedoch haben die Hagener den Heimsieg gleich zu Anfang vergeben. Zehn Punkte Vorsprung nach etwas mehr als drei Minuten sind Chris Harris deutlich zu viel gewesen, weshalb er eine Auszeit genommen hat. Danach haben sich die Spieler zwar gefangen, können allerdings nur eines von vier Vierteln für sich entscheiden.

Im zweiten Durchgang haben die Falken ihre Defense vernachlässigt, was zu einem kleinen Aufwind bei den Hausherren geführt hat. 29:19 ist das Ergebnis aus den zweiten zehn Spielminuten. Mit einer knappen Führung von 49:48 hat Phoenix eine gute Ausgangslage für den weiteren Spielverlauf.

Falcons trotzen lauten Fans in der Halle

In der Halle selbst werden die heimischen Fans inzwischen laut, was die Leistung der Unparteiischen auf dem Feld angeht. Sie sehen eine klare Benachteiligung ihrer Mannschaft. Ihren Unmut tun sie durch Pfiffe kund. Von dieser Stimmung lassen sich die Falcons nicht beeindrucken und spielen einfach ihr Spiel weiter.

Doch weit soll es nicht kommen. Bei den Freiwürfen haben die Falcons zumindest den Korb getroffen, was den Feuervögeln nicht gelungen ist. Selbst 0,6 Sekunden vor Spielende bleiben die Freiwürfe ungenutzt. Auch der letzte Dreierversuch durch Lorenz Bank trifft nicht den Korb.

Harris: „Wir haben Nürnberg stark gemacht.“

Hagens Trainer Chris Harris sieht ebenfalls die Ursache für die Niederlage in den ersten Spielminuten: „Unser Start ins erste Viertel verlief genau so, dass wir Nürnberg damit stark gemacht haben. Danach haben wir nicht unser Spiel gemacht, haben zu unkonventionell gespielt. Dennoch haben die Jungs unglaubliche Moral bewiesen und sich irgendwie wieder in die Partie gekämpft.“

Die Lautstärke ist ebenfalls Derrick Taylor (Trainer Nürnberg Falcons) aufgefallen: „Hagen ist eine disziplinierte Mannschaft, die aufgrund ihrer Physis schwer zu spielen ist. Ich weiß, wie unangenehm diese Halle mit ihren lauten Fans als Gegner sein kann – genau das haben heute auch meine Spieler zu spüren bekommen“, sagt ein beeindruckter Taylor über das Spiel.

Punkte Phoenix Hagen:

Iloanya (dnp), Kraushaar (13 PTS, 7 AST), Cikara (dnp), Murphy (5/PTS, 5 AST), Kessen (16 PTS), Omuvwie (2 PTS), Vaara, Mann (13 PTS), Uhlemann (2 PTS), Castlin (23PTS), Bank (12 PTS), Krause (2 PTS)

Punkte Nürnberg Falcons BC:

Ramanauskas (9 PTS), Köpple, Feneberg (9 PTS), Gille (12 PTS), Maier (2 PTS), Schröder (11 PTS), Eckert (dnp), Wilder (11 PTS, 7 AST), Krimmer (14 PTS), Kreuser (22 PTS)

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(C) Sebastian Sendlak/DeFodi Images

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