Iserlohn Roosters vs. Kölner Haie

(c) Sebastian Sendlak

Zuletzt geändert: 17. Oktober 2026Von Schlagwörter: ,

Die Iserlohn Roosters setzen sich in der DEL gegen die Kölner Haie durch. Dank starker Abwehrarbeit und Goalie Hendrik Hane bleibt der Heimsieg im Sauerland.

Auf heimischem Eis feiern die Iserlohn Roosters einen bedeutenden Erfolg gegen die Favoriten aus dem Rheinland. Dabei bezwingen die Sauerländer die Kölner Haie am Ende mit 4:2 Toren. Hendrik Hane, Goalie des IEC, erwischte einen starken Abend und hatte eine Fangquote von 94,29 %. Es ist das erste Mal in der Saison, dass die Iserlohner in einem PENNY-DEL‑Spiel mehr als drei Tore erzielen. Köln erarbeitet sich zwar insgesamt 88 Schüsse, scheitert jedoch immer wieder an der leidenschaftlichen Defensive der Hausherren.

Iserlohn Roosters überraschen die Kölner Haie im ersten Drittel

Die Partie beginnt mit einem echten Blitzstart für die Sauerländer vor den eigenen Fans. Christian Thomas bringt Iserlohn nach Vorarbeit von Scott bereits nach 32 Sekunden mit 1:0 in Führung. Hollowell erhöht in der 16. Minute schließlich zum 2:0 für den IEC. Kölns Trainer Thomas Berglund hadert anschließend mit den ersten Aktionen seiner Mannschaft. „Wir sind etwas spät ins Spiel gestartet. Das hat uns einige Wechsel sowie das 2:0 gekostet. Iserlohn ist gut gestartet. Ich finde, sie haben ein gutes, erstes Drittel gespielt“, bilanziert der KEC-Coach.

Nach der Pause melden sich die Domstädter zunächst zurück und geben der Begegnung eine neue Dynamik. Jan Luca Sennhen verkürzt kurz nach Wiederbeginn auf 2:1, ehe Maximilian Kammerer im Powerplay den 2:2-Ausgleich erzielt. Doch die Roosters schlagen postwendend zurück: Julian Napravnik trifft nach Zuspiel von Ugbekile und Neuzugang Joonas Nättinen zum 3:2, bevor Emil Johansson kurz vor Drittelende auf 4:2 stellt. Thomas Berglund meint zum Mittelabschnitt: „Im zweiten Drittel sind wir zurückgekommen und haben auch gut angefangen, was das Spiel enger gemacht hat. Danach sind viele Fehler passiert, obwohl wir viele Schüsse hatten. Iserlohn hat die Schüsse gut geblockt. Trotzdem hätten wir uns öfter treffen müssen – besonders im dritten Drittel. Der Roosters-Goalie war heute sehr gut. Er war heute nicht zu schlagen. Es ist eine harte Niederlage, aber wir müssen weitermachen.“ Alles in allem seien die Haie laut Berglund zu sorglos in ihrem Spiel aufgetreten.

Abwehrschlacht am Seilersee sichert Iserlohn wichtige Punkte in der DEL

Berglund dementiert, dass seine Mannschaft nach jedem CHL-Spiel in der DEL verliert: „Das hat nichts mit der CHL zu tun, sondern damit, dass wir uns immer wieder verspekulieren, mit dem Puck zu unachtsam umgehen. Das muss einfach besser werden.“ Auch Jan Luca Sennhen sieht die Gründe für die Niederlage in den vergebenen Gelegenheiten und leichten Fehlern. „Die Chancen heute waren da, Iserlohn hat sich in nahezu jeden Schuss geworfen und defensiv stark verteidigt. Das Glück war in vielen Fällen nicht auf unserer Seite, sodass da auch mal einer durchrutscht. Ich denke trotzdem, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben ein, zwei Kontersituationen zugelassen, das darf uns nicht passieren. Wir müssen vom Start direkt da sein. Heute gab’s quasi mit dem ersten Wechsel das Gegentor und dann ist es schwer, dem Rückstand hinterherzulaufen“, betont Sennhen. Trotz einer Torschussstatistik von 35:25 pro KEC nach 60 Minuten reicht es für Köln nicht mehr zum Punktgewinn.

Im Schlussabschnitt werfen die Gäste alles nach vorne, doch die Defensive der Roosters hält dem Druck stand. Iserlohns Trainer Stefan Nyman zeigt sich nach der Schlusssirene hochzufrieden mit der Moral seiner Truppe. „Wir sind so aus der Kabine gekommen, wie wir wollten. Wir haben ein solides erstes Drittel gespielt. Im zweiten Drittel wurde es dann härter. Wir haben in den ersten sieben Minuten gleich zwei Strafen bekommen, sind aber gut zurückgekommen. Im letzten Drittel haben wir gekämpft. Ich kann an dieser Stelle nur ein Kompliment an mein Team aussprechen. Sie haben alles getan, um das Spiel zu gewinnen. Sie haben Schüsse abgeblockt, sie haben füreinander gekämpft. Alles in allem könnte ich damit nicht glücklicher sein“, freut sich der Coach. Die Erleichterung am Seilersee ist nach diesem couragierten Auftritt spürbar.

Trainer Stefan Nyman lobt Neuzugang Joonas Nättinen und blickt nach vorne

Ein Sonderlob von Nyman erhält der finnische Neuzugang, der direkt eine Torvorlage beisteuerte. „Für ihn war es sehr wichtig, dass wir heute gespielt haben. Das Spiel war ausgeglichen, er ist ein solider Spieler, der viele Zweikämpfe gewonnen hat. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er im April sein letztes Spiel hatte, hat er heute einen sehr guten Job gemacht“, erklärt der Trainer. Mit diesem Heimerfolg im Rücken blickt die Mannschaft nun konzentriert auf die nächste Aufgabe in der Liga. Stefan Nyman betont mit Blick auf das anstehende Spiel gegen Frankfurt: „Wir haben keinen Grund, abgehoben da hinzufahren. Für uns ist nur wichtig, dass wir das Mindset aus dem Spiel heute mit nach Frankfurt nehmen. Jetzt heißt es erst einmal erholen und am Sonntag wieder fit zu sein.“

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Bilder: Jenny Musall/Sebastian Sendlak

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