Konträre Aussagen nach Rücktritt von AFVD-Vizepräsident Andreas Kegelmann
Der Rücktritt von Andreas Kegelmann als Vizepräsident Sport des American Football Verbandes Deutschland (AFVD) sorgt für unterschiedliche Darstellungen. Während der Bundesverband persönliche Gründe nennt, verweist der Landesverband NRW auf inhaltliche und strukturelle Differenzen. Der Vorgang wirft Fragen zur Zusammenarbeit im organisierten Football auf.
Andreas Kegelmann ist am 5. Februar 2026 von seinem Amt als Vizepräsident Sport des AFVD zurückgetreten. Der Bundesverband spricht von persönlichen Gründen. Der American Football und Cheerleading Verband Nordrhein-Westfalen (AFCV NRW) nennt dagegen mangelndes Vertrauen in die Zusammenarbeit mit dem Präsidium. Beide Darstellungen unterscheiden sich deutlich in Ton und Inhalt. Hintergrund sind offenbar tieferliegende Konflikte auf Bundesebene.
AFVD: Rücktritt aus persönlichen Gründen
In einer schriftlichen Mitteilung an die Landesverbände erklärte der AFVD, dass Andreas Kegelmann aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten sei. Kegelmann war im Präsidium unter anderem für die Tackle-Nationalmannschaften zuständig und fungierte als Ansprechpartner für den Weltverband IFAF. Das Präsidium dankte ihm für sein Engagement. Für die Nachbesetzung soll in den kommenden Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden.
AFCV NRW: Vertrauensbasis nicht mehr gegeben
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen zeichnet ein anderes Bild. In seiner Stellungnahme heißt es, Kegelmann habe sein Amt auf Bundesebene niedergelegt, da aus seiner Sicht keine ausreichende Vertrauensbasis für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem aktuellen AFVD-Präsidium mehr bestanden habe. Seine Funktionen als Vizepräsident und Sportdirektor des AFCV NRW bleiben davon unberührt.
Kegelmann war auf Bundesebene vor allem für die Leistungssport-Koordination im Tackle Football verantwortlich. Schwerpunkte seiner Arbeit lagen im Neuaufbau der Junioren- und Herren-Nationalmannschaften, in der Abstimmung mit der IFAF sowie in der Coaches-Ausbildung und Dopingprävention in Zusammenarbeit mit der NADA.
Auswirkungen auf die Verbandsstrukturen
Mit dem Rücktritt ist der AFCV NRW derzeit nicht mehr direkt im AFVD-Präsidium vertreten. Der Landesverband betont zugleich, dass Kegelmann sich nun verstärkt Projekten und Entwicklungsprozessen auf NRW-Ebene widmen werde. Man setze weiterhin auf seine fachliche Expertise.
Hintergrund: Spannungen zwischen Bundes- und Landesebene
Nach Informationen der Redaktion steht der Rücktritt auch im Zusammenhang mit der Rücknahme der deutschen Nationalmannschaft aus dem EM-Spielbetrieb. Mehrere Landesverbände seien darüber erst nachträglich informiert worden, darunter auch Nordrhein-Westfalen. Innerhalb des AFCV NRW wird dies als Zurückdrängen des größten Landesverbandes aus zentralen Entscheidungsprozessen des Bundesverbandes wahrgenommen.
Einordnung
Der Fall macht bestehende Spannungen zwischen dem AFVD und einzelnen Landesverbänden sichtbar. Die unterschiedlichen Begründungen für den Rücktritt verdeutlichen die Kommunikationsprobleme auf Verbandsebene. Wie sich die Situation auf die künftige Ausrichtung des deutschen American Footballs auswirkt, bleibt offen.
Gerade im Hinblick auf die kommerziellen Ligen, die ab dieser Saison konkurrierend antreten werden, zeigt sich der American Football in Europa in einer desaströsen Situation, der letztendlich dem gesamten Sport massiven Schaden zufügt. Es zeigt sich deutlich, dass keiner der Selbstdarsteller an den Spitzen sein „Räppelchen“ abgeben wird. Zum Schaden aller Beteiligter.
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