Was für ein Finale in der RWE Arena in Mülheim. Michael van Gerwen gewann am Sonntag die European Dart Trophy 2016 nach einem packenden Finale gegen den Österreicher Mensur Suljovic.

Zuvor waren die gut 2.200 Zuschauer im ersten Durchlauf Zeugen eines hochkarätigen Achtelfinals, wo es zu so manchen Krimis kam. „Snakebite“ Peter Wright sorgte im vierten Match des Nachmittags für das erste Highlight. Nach einer klaren Führung kam sein Kontrahent, Joe Cullen an den an Position 2 gesetzten Wright heran und machte das Duell spannend. Als dann im letzten und entscheidenden Leg Wright gleich zwei Mal die Chance vergab, ins Viertelfinale zu ziehen, tat es ihm auch sein Gegner gleich und überließ so Snakebite die Gelegenheit zum Einzug in die nächste Runde am Abend.

Ebenfalls eine Runde weiter kam der Topfavorit des Turniers. Michael van Gerwen tat sich im letzten Achtelfinale gegen den Australier Simon Whitlock zwar noch schwer, wurde dann aber konstant stärker und machte so einen 6:3-Sieg klar.

Im Viertelfinale dann musste der Vorjahres-Sieger Michael Smith das Turnier verlassen. Gegen James Wade war es an diesem Abend schwer zu gewinnen. Es ging hin und her, bis in den entscheidenden 11. Satz, so es dann auch noch einmal spannend wurde, ehe der Pfeil von Wade das Ziel traf.

Patrick Dirksmeier

 

Der beste „deutschsprachige“ Teilnehmer bei der European Dart Trophy war der Österreicher Mensur Suljovic, der sich von Turnier zu Turnier steigern konnte. War in Riesa noch im Achtelfinale Schluß, konnte der Wiener in Mülheim bis ins Halbfinale gelangen, wo er auf James Wade traf. Auch hier sollten sich die Fans auf einen Krimi einstellen, denn der Österreicher hatte nun Blut geleckt. Nachdem es 3:3 stand, gab Suljovic richtig Gas und ließ Wade keine Chance mehr. Der letzte Engländer war raus.

Im zweiten Halbfinale ging es im Nachbarschaftsduell zwischen van Gerwen (NL) und Huybrechts (BE) um den Einzug ins Finale. Der Niederländer war klarer Favorit, auch, nachdem er im Halbfinale den Turnier-Rekord aufstellte mit 115 durchschnittlichen Punkten pro Wurf. Gerade bei den entscheidenden Würfen, lagen aber jetzt wohl die Nerven von van Gerwen blank. Der Belgier entpuppte sich immer mehr als Favoritenschreck. Auch dieses Spiel sollte in den entscheidenden 11. Satz gehen. Hier spielte van Gerwen seine Vorteile aus und gewann das zweite Halbfinale an diesem Abend.

Finale: Österreich vs. Niederlande

Spannender hätte das Finale der European Dart Trophy nicht sein können. Kopf an Kopf konnte sich der Underdog aus Wien erst nach sechs Sätzen ein wenig absetzen. Plötzlich stand es 4:2 für Suljovic. Dann aber kam die Aufholjagd des Michael van Gerwen und man sah die Qualität des Weltranglisten-Ersten zum Vorschein. Es ging in den elften Satz und dort war es um den Österreicher geschehen. Der Niederländer machte es im ersten Versuch klar und holte sich so die 25.000 Pfund Preisgeld.

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