Australier werden Team-Weltmeister im Sportholzfällen bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart. Jason Wynyard aus Neuseeland holt sich den Titel in der Einzelwertung.

Die Team-Weltmeisterschaft der STIHL TIMBERSPORTS® Series ist entschieden: Am Ende eines atemberaubenden Wettkampfes steht die Mannschaft aus Australien ganz oben auf dem Treppchen. Mit einem neuen Weltrekord sicherte sich das Team aus Down Under nach einem hochklassigen Finale gegen Kanada den Sieg. Platz Drei in der mit 5.500 Zuschauern ausverkauften Porsche-Arena belegte das Team aus den USA. Das deutsche Nationalteam um den Lokalmatador Robert Ebner und den Deutschen Meister Dirk Braun wird bei der WM im eigenen Land Sechster.

Athlete performs during the VR Bank Cup / STIHL TIMBERSPORTS® SERIES in Stödtlen, Germany on July 5, 2014.
Athleten beim „Single Buck“ Wettbewerb / STIHL TIMBERSPORTS® SERIES in Stödtlen, Germany am 5.7.2014.

Die Stuttgarter Porsche-Arena bebte, als am späten Freitagabend das große Finale um den Team-Weltmeistertitel entschieden wurde: Vor einer Gänsehaut-Kulisse in der ausverkauften Halle sicherte sich die Mannschaft aus Australien in einer spannenden und hochklassigen Endrunde den Sieg. Die „Chopperoos“ aus Down Under bezwangen vor 5.500 begeisterten Zuschauern im Finale das Team aus Kanada und sicherten sich damit ihren dritten Weltmeistertitel in Folge. Schon im Halbfinale unterstrichen die Australier mit einer Weltbestzeit ihre Topform und unterboten ihre herausragende Leistung im Finale ein weiteres Mal um 46 Hundertstel auf 46,45 Sekunden – neuer Weltrekord. Platz Drei belegte am Ende das Team aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Vierte und damit beste europäische Mannschaft wurde die Tschechische Republik.

Team Deutschland belegt Platz Sechs

Patrick Dirksmeier

Den Titel der besten europäischen Mannschaft hatte auch das deutsche Nationalteam um den Baden-Württemberger Robert Ebner (Gaggenau-Hörden) und den Deutschen Meister Dirk Braun (Winterberg, NRW) ins Auge gefasst: Die Deutschen waren in Topbesetzung mit Stephan Odwarka (Reinheim, Hessen), Danny Mahr (Sinntal, ebenfalls Hessen), Dirk Braun, Robert Ebner und Peter Bauer (Schmidmühlen, Bayern) angetreten. Im Achtelfinale setzte sich die Heimmannschaft unter den lautstarken Anfeuerungsrufen zahlreicher Fans zunächst souverän gegen Spanien durch. In der nächsten Runde wartete dann aber der Favorit aus Australien. Trotz guter Leistung, bei der das deutsche Team den nationalen Rekord nur um etwa eine Sekunde verpasste, mussten sich die Sportler am Ende dem späteren Siegerteam geschlagen geben.

„Gegen den Weltmeister zu verlieren, ist nicht unbedingt ein Trost. Wir hatten das beste Potenzial aller Zeiten – das haben wir einfach nicht genutzt. Es ärgert uns alle, dass wir nicht, wie geplant, die Jungs aus Australien ärgern konnten. Da muss ich erst mal drüber schlafen“, zeigte sich Robert Ebner enttäuscht nach dem Ausscheiden. Sein Teamkollege Dirk Braun haderte mit seiner Leistung und dankte vor allen den deutschen Fans für die Unterstützung: „Ich bin stolz, dass wir so weit gekommen sind und möchte mich vor allem bei dem Publikum bedanken. Es tut mir sehr leid, dass wir dem Publikum leider nicht mehr zeigen konnten. Ich fühle mich ein Stück weit dafür verantwortlich, dass es so ausgegangen ist. Die Mannschaft war in diesem Jahr in Bestform, wir hatten alle Chancen der Welt, die beste europäische Mannschaft zu werden. Daher bin ich sehr enttäuscht.“


Die Weltmeisterschaft der STIHL TIMBERSPORTS® Series ist entschieden und Jason Wynyard aus Neuseeland steht wie im Vorjahr ganz oben auf dem Podium. Die lebende Sportholzfällerlegende machte sich zwei Tage vor seinem 43. Geburtstag das größte Geschenk und sicherte sich seinen insgesamt achten Weltmeistertitel. Matt Cogar aus den USA belegte nach einer herausragenden Leistung den zweiten Platz, Martin Komárek aus der Tschechischen Republik wurde Dritter und damit bester europäischer Athlet. Dirk Braun als deutscher Starter wurde in der mit 5.500 Fans ausverkauften Porsche-Arena Fünfter und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze. Für ein weiteres spektakuläres Ausrufezeichen sorgte zudem Stirling Hart, der den seit 2011 bestehenden Springboard-Weltrekord um über zwei Sekunden verbesserte.

Stuttgart war nach 2013 ein weiteres Mal Gastgeber der STIHL TIMBERSPORTS® Weltmeisterschaft: Die zwölf besten Sportholzfäller der Welt sorgten am Samstagabend in der ausverkaufen Porsche-Arena für ein Gänsehaut-Duelle der Extraklasse. Am Ende des packenden Wettkampfes sicherte sich Jason Wynyard aus Neuseeland den Sieg und verwies Matt Cogar aus den USA und Martin Komárek aus der Tschechischen Republik auf die Plätze Zwei und Drei. Von Beginn an dominierte der hünenhafte Neuseeländer Wynyard das hochklassig besetzte Teilnehmerfeld und sorgte an der Single Buck und beim Underhand Chop für Tagesbestzeiten. Die Sportholzfällerlegende aus Übersee bewies ein Mal mehr seine herausragende Stellung in der STIHL TIMBERSPORTS® Series und konnte in der Porsche-Arena seinen insgesamt achten Weltmeistertitel bejubeln.

Cogar aus den USA bärenstark, Komárek feiert Podiumsplatz

Wohlverdienter Zweiter wurde nach einem bärenstarken Wettkampf Matt Cogar aus den USA. Der Tscheche Martin Komárek, der seine ganze Routine ausspielte, schloss als Dritter ab und konnte nach drei Silber- und vier Bronzemedaillen in seiner bisherigen Karriere einen weiteren WM-Podestplatz verbuchen.

Dirk Braun belegt für Deutschland den fünften Platz

Für Deutschland ging der amtierende und insgesamt achtfache Deutsche Meister Dirk Braun aus Winterberg an den Start. Nach durchwachsenem Start musste sich Deutschlands bester Sportholzfäller in den Wettkampf beißen: In seinen traditionell starken Disziplinen Stock Saw und Single Buck konnte der 46-Jährige zunächst nicht so punkten wie erhofft. Mit einer guten Zeit von unter 50 Sekunden beim Springboard kämpfte sich Braun ins Finale der besten sechs Athleten. In der letzten Disziplin, Hot Saw, untermauerte er seine Dominanz und verpasste seinen eigenen Weltrekord von 5,20 Sekunden nur um 28 Hundertstelsekunden. Dies war am Ende die Tagesbestmarke, mit der sich Dirk Braun auf den fünften Platz vorschob.

„Mein Durchgang an der Single Buck war leider nicht gut. Die Säge ist einfach nicht frei gelaufen. Mit meinem Ergebnis beim Springboard war ich auch nicht ganz zufrieden, da wäre mehr drin gewesen. Bei der Hot Saw bin ich dann volles Risiko gegangen, um meinen eigenen Weltrekord anzugreifen. Am Ende hat es leider nur zu Platz fünf gereicht – ich hätte dem heimischen Publikum heute gerne mehr gezeigt. Ich möchte mich aber auf jeden Fall für die fantastische Unterstützung der Fans bedanken, die haben mich total nach vorne gepeitscht“, so der Winterberger nach seinem Wettkampf.

Quelle: STIHL TIMBERSPORTS®

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