Mit einem 86:81(33:41) Sieg bei den MHP Riesen Ludwigsburg hat medi bayreuth im Viertelfinalhinspiel einen ersten kleine Schritt in Richtung Final Four in der Basketball Champions League getan. In einem sehr kampfbetonten Spiel setzte sich die Mannschaft von Head Coach Raoul Korner am Dienstagabend in der mit 2.480 Zuschauern nur mäßig besetzten MHP Arena durch und verschaffte sich so eine aussichtsreiche Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Bayreuther Oberfrankenhalle.

Dass es um viel geht, war vor allem in der Anfangsphase beiden Teams anzumerken. Ludwigsburg schied im Vorjahr im Viertelfinale aus, die Heroes Of Tomorrow erreichten es bei ihrer ersten Teilnahme. So dauerte es fast zwei Minuten, bis James Robinson den ersten Korb aus dem Feld erzielte. Dann war das Abtasten aber auch schnell vorbei. Einen 6:0 Lauf nutzen die Hausherren zur ersten kleinen Führung (9:4/5.) und diese konnten die MHP Riesen vorerst halten. Immer wieder nutzte der Tabellendritte der easyCredit BBL Ballverluste eiskalt aus, so wie Thomas Walkup, der neun Sekunden vor der ersten Viertelpause per Dreier zum 18:8 die erste zweistellige Führung für die Riesen erzielte.

Mit einem Dreier von Steve Wachalski ging es ins zweite Viertel und dieser Treffer verlieh den Heroes Of Tomorrow neue Energie. James Robinson konnte in der zwölften Minute auf 15:18 verkürzen und gerade, als ein Führungswechsel in der Luft lag, schlugen die Hausherren erneut zu: Drei Bayreuther Ballverluste wurden in eine 24:15 Führung umgewandelt – Auszeit Bayreuth (14.). Erneut war es James Robinson, der mit vier Punkten sein Team wieder auf Tuchfühlung brachte. Wiederum versuchten die Heroes Of Tomorrow jetzt das Spiel an sich zu reißen und diesmal mit Erfolg. Gabe York sorgte nach 17 Minuten mit dem 28:27 für die erste Führung seit der Anfangsphase, doch postwendend erzielte David McCray von jenseits der 6,75 Meter-Linie das 30:28, das Ludwigsburg innerhalb der nächsten zwei Minuten auf 38:31 ausbauen konnte. Diesen Vorsprung konnten die Schwaben bis zur Halbzeit auf 41:33 sogar noch weiter vergrößern.

An der Freiwurflinie sorgte Thomas Walkup in der 23. Minute beim 48:38 für die nächste zweistellige Riesen-Führung. Nun aber konnte medi den Ludwigsburger Druck besser verarbeiten und Mitte des Viertels war man zurück in der Partie. Auf einen York-Dreier folgte ein 3-Punkt-Spiel von Assem Marei zum 46:52 (26.), ehe wieder Gabe York aus der Distanz auf drei Punkte verkürzte. Das Momentum war nun bei den Heroes Of Tomorrow, die vor allem unter dem eigenen Korb die Kontrolle über die Rebounds bekamen und nur noch wenige zweite Chancen zuließen. Der Lohn war die erneute Führung, De’Mon Brooks verwandelte einen Offensivrebound zum, von den mitgereisten medi-Fans umjubelten, 56:55 – Auszeit Ludwigsburg (29.). Dass es dennoch nicht für eine Führung nach 30 Minuten reichte, lag auch an Adika Peter-McNeilly, dessen Dreier mit der Sirene das 62:57 bedeutete.

Patrick Dirksmeier

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Bilder (c) Hans Walter Tschirley

Den Schwung aus diesem Dreier nahmen die MHP Riesen mit ins letzte Viertel, wo sie die Führung nach einem Walkup-Dreier in der 33. Minute abermals auf 69:60 ausbauen konnten. War ein weiteres medi-Comeback möglich? Ja! Vor allem Nate Linhart, der drei Körbe in Folge zum 68:69 (35.) erzielte, Assem Marei und auch James Robinson trugen das Team nun. Der Point Guard brachte sein Team drei Minuten vor dem Ende gar mit 73:72 in Führung und baute diese eine Minute später auf 79:74 aus. In einer weiteren Auszeit besprachen die Hausherren den Endspurt, der mit einem Dreier von Elgin Cook aussichtsreich begann. Doch keine 20 Sekunden später und gut eine Minute vor dem Ende machte es ihm De’Mon Brooks gleich. Diese Führung ließen sich die Heroes Of Tomorrow nicht mehr nehmen und feierten am Ende einen verdienten Sieg in Ludwigsburg, den Nate Linhart letztlich mit zwei verwandelten Freiwürfen auf “Plus 5” stellte.

Quelle: medi Bayreuth

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