Am Ende gab es in der eigenen Halle Konfettiregen: Brose Bamberg gewinnt in einem dramatischen Finale dank eines 83:82 (44:37) über ALBA Berlin den MagentaSport BBL Pokal 2019!

Es waren noch 2,4 Sekunden zu spielen in der ausverkaufen Brose Arena in Bamberg. Kurz zuvor war ALBA Berlin erstmals überhaupt in der zweiten Hälfte in Führung gegangen und drohte den Gastgebern nun den Pokalsieg zu vermiesen. Doch da gibt es ja im Bamberger Kader noch den einen Kerl, der alles gewonnen und alles gesehen hatte. Und als Nikos Zisis zum Dreier ansetzte, ahnten viele Fans in der Halle bereits, was sie Sekundenbruchteile später sehen würden: Nichts. Als. Netz.

Die Bamberger starteten in ihrer Halle mit viel Elan, setzten die Berliner unter Druck und hatten einen starken Elias Harris in ihren Reihen: Satte elf Würfe mehr erspielten sich die Hausherren in den ersten zehn Minuten, profitierten dabei von nicht weniger als neun Ballverlusten der Albatrosse und hatten nach zehn Minuten eine verdiente 20:16-Führung inne. Erst langsam kamen auch die Albatrosse im Spiel an, verringerten ihre Turnover und konnten vor allem im Rebound überzeugen. Die Bamberger wiederum hatten mit Tyrese Rice den überragenden Mann des zweiten Viertels: Zehn Punkte markierte der Point Guard allein in den zweiten zehn Minuten, half Bamberg so zu einem sieben-Punkte-Vorsprung zur Pause (44:37, 20.).

Nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die druckvoller starteten. Durch Rokas Giedraitis verkürzten die Berliner auf 45:46 (23.), doch drei Dreier – zwei davon von Zisis, der den dritten assistierte – gaben den Bambergern wieder Luft. Langsam erspielten sich die Oberfranken wider eine deutlichere Führung, gingen mit 63:54 ins Schlussviertel.

Doch bereits nach wenigen Minuten waren die Albatrosse wieder da: Landry Nnoko verkürzte auf 61:65 und zwang Brose-Coach Federico Perego zur Auszeit. Die nahmen sich die Ansprache ganz offensichtlich zu Herzen: Kurz darauf führten sie wieder 71:63, und als Zisis wenig später einen Dreier kurz vor Ablauf der Schussuhr ins Gesicht von Nationalspieler Johannes Thiemann ballerte, wurde die Luft für Berlin langsam dünn. Ohne an dieser Stelle das Schulsystem in der Hauptstadt kritisieren zu wollen: „Aufgeben“ ist ein Wort, dass die ALBA-Spieler nicht kennen. Zwei Dreier von Peyton Siva führten die Berliner wieder auf 76:78 an Bamberg heran, und kurz darauf glich Giedraitis mit anderthalb Minuten Restspielzeit zum 78:78 aus. Doch Bamberg hatte ja noch einen Mann in der Hinterhand…

Patrick Dirksmeier

MVP: Nikos Zisis

Quelle: easyCredit BBL

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